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Montag, 1. Mai 2017

Pale Grey und Electric Guest in Berlin, 25/04/17

Früher kam ich immer zu Konzerten, sobald die Türen offen waren. Mittlerweile bin ich entspannter und erwische meist gerade so rechtzeitig die Vorband. Wobei, so entspannt ist es jetzt auch nicht, wenn man sich extrem beeilt, um die Vorband nicht zu verpassen. Eigentlich bin ich auch nicht entspannter geworden, sondern habe mehr zu tun und gehe somit erst spät los.

Das "Musik & Frieden" an der Warschauer Straße ist zum Glück schnell zu erreichen und war noch nicht sehr voll, als ich gegen 20:20 Uhr eintraf. Die Vorband hatte noch nicht begonnen, also verstaute ich meine Jacke in meinem Rucksack und wartete. Vor nicht all zu langer Zeit war das "Musik & Frieden" als "Komet-" und "Magnetclub" bekannt, falls einigen der Name nichts sagt. Nun aber zu den Bands.

Electric Guest wurden von Pale Grey unterstützt, einer Band aus Belgien, die seit ca. 2008 besteht. Ihre Musik hat die typische Indie-Pop-Art und die Bandmitglieder scheinen sehr nett zu sein.  Um 20:30 fingen sie an zu spielen, wobei am Anfang noch dieser halbkreisförmige Abstand zwischen der Bühne und den Konzertbesuchern war, wie es manchmal bei kleinen Bühnen ist. Doch nachdem einer der Musiker die Leute näher heran gewunken hat, hatte alles wieder seine Ordnung.

Ich muss gestehen, dass ich zuerst noch nicht wirklich überzeugt war von der Band, was sich im Verlauf des Konzerts jedoch besserte. Die Musik selbst war nämlich etwas zu laut und chaotisch, doch nach einiger Zeit spielte sich die Band ein und klang angenehm. Das dauerte alles etwa dreißig Minuten. Es ist erstaunlich, dass sie bereits zwei Alben haben, aber noch nicht so bekannt sind. Vor einer Woche kam das Video zu "Billy" raus, keine Sorge, es handelt sich dabei nicht um Regelwerbung von IKEA. Ansonsten kann ich euch auch "Seaside" empfehlen. Das hier ist "Billy":



Auf eine nicht sehr langen Umbauphase folgten Electric Guest. Nach fünf Jahren gab es endlich ein neues Album und zum ersten Mal sah ich die Band live. Die Freude war groß, als Asa Taccone, der Sänger, energiegeladen auf die Bühne sprang. Auch wenn er nicht sehr groß ist hatte er eine große Bühnenpräsenz und konnte gut Stimmung machen. Er tanzte ausgelassen, bezog das Publikum mit ein und poste für die Leute, die in der ersten Reihe filmten.

Vor "This Head I Hold" sagte er, dass die Leute, die was zu Rauchen dabei hätten, nicht zögern sollten, es zu teilen. Daraufhin hielt jemand was hoch, was er nach einer Weile bemerkte, annahm und weitergab an einen aus der Band. Seine Begründung war, dass er bei Auftritten nicht kiffen würde, da das schnell schiefgehen könne. Da hat er also den richtigen Ton getroffen an diesem Abend.

Die Stimmung war recht ausgelassen und die Mischung der Lieder war einigermaßen ausgeglichen - Neues und Altes. "Oh Devil" war eines der Highlights vom neuen Album "Plural". Live klingt es noch besser und es wurde ordentlich getanzt. Natürlich gab es auch eine Zugabe, doch eine große Überraschung war, dass "American Daydream" nicht gespielt wurde. Hier die Album-Version von "Oh Devil":


Fazit:
Insgesamt war es ein schönes Konzert, man konnte gut tanzen (oder schlecht, wenn man nicht tanzen kann) und beide Bands kamen sehr sympathisch rüber. Allerdings ist es nicht für Leute geeignet, die nur ein Lied der Band feiern. Aber das ist ja meistens so.

Samstag, 8. April 2017

Mustard in Berlin, 10/03/2017


Es war ein später Frühlingsabend und die innere Unruhe führte mich dazu, endlich mal in das "Madame Claude" zu gehen und mich von den Bands des Abends überraschen zu lassen. Leider war ich etwas spät da und habe nur "Mustard" gesehen, aber gelohnt hat es sich trotzdem.

Das Madame Claude ist ein ehemaliges Bordell, das zu einer Bar umfunktioniert wurde und nun verschiedenen Bands regelmäßig eine Bühne bietet. Das Interessante ist, dass die Decke mit Möbeln dekoriert ist und generell einige Dinge kopfstehen. Außerdem gibt es einen Tischkicker. Nun aber zu den Bands.

Am Anfang spielten die "Black Lennons". Zwar konnte ich sie nicht live erleben, aber ich verlinke hier ein Video, fall sich jemand einen Eindruck von der Band machen will. Kleiner Spoiler: Sie sind nicht wortwörtlich die schwarzen Lennons. Es scheint, als würden die Künstler interessante Performances haben.

"Mustard" klang ebenfalls etwas psychedelisch, doch mit einer Portion Sommer und guter Laune aka. Folk und Electro. Bei einigen Liedern wird man wohl nur Spanisch verstehen, was daran liegt, dass manchmal auf Spanisch gesungen wird. Die Band stammt, laut ihrer Seite, aus Madrid und hat einige Zeit in Brighton verbracht. Was man vielleicht bemängeln könnte, ist der ständige hohe Gesang des Sängers, denn seine tiefere Singstimme klingt ebenfalls recht gut. Natürlich will ich euch die Musik nicht vorenthalten, also hier ein Lied mit Video:


Der Auftritt der drei Jungs war angenehm, sie kamen sehr sympathisch rüber. Anfangs haben sich die Gäste nicht getraut zu tanzen, hörten aber gespannt zu und wippten mit. Am Ende saß kaum jemand mehr und es wurde zu lateinamerikanischer Musik getanzt. Nach dem Konzert konnte man sich eine kleine EP bei der Band kaufen, was ich auch tat und nicht bereute. Wer sie online hören will, kann es hier:



Fazit: "Mustard" sind eine Band, die schöne, sommerliche Musik spielen und live gut klingen. Vielleicht kann man sie bald auf Festivals und weiteren kleinen Club-Konzerten erleben. Desweiteren hat mich der Auftritt daran erinnert, dass man öfter mal in kleine Bars und Clubs gehen sollte, um sich die relativ unbekannten Bands anzuhören. Die Stimmung ist meistens recht locker und man kann viel Neues entdecken. Leider hatte ich mein Handy nicht dabei (ja, sowas passiert), deswegen konnte ich weder Fotos von der Band noch von der Location machen. Aber dafür gibt es ja das Internet.

Mittwoch, 13. Juli 2016

Mal Was Anderes - eine Ausstellung

In Berlin gibt es viele Museen und Ausstellungen, man könnte eigentlich jeden Tag was erleben und Neues lernen. Stattdessen sitze ich meistens zuhause, lese oder gucke Serien. Doch manchmal erregen Plakate für Ausstellungen meine Aufmerksamkeit und wenn die Sterne günstig stehen, kann ich mich sogar zum Aufstehen und Rausgehen überwinden. So auch bei der Ausstellung "Berlin - Stadt der Frauen" im Stadtmuseum (auch "Ephraim Palais" genannt).

Einige hier werden jetzt wohl denken: "Oh ne, schon wieder irgendwelche Frauen, die sich in den Vordergrund drängen wollen und zeigen wollen, dass sie besser sind als Männer." Das kann ich nachvollziehen, denn schließlich werden 20 Lebensgeschichten vorgestellt, die allesamt zu weiblichen Personen gehören. Doch wenn man sich diese durchliest, wird deutlich, dass auch die männlichen Charaktere eine wichtige Rolle spielen. Es geht also viel mehr um die gegenseitige Unterstützung und das Hinwegsehen über die damaligen Rollenbilder.

Die Lebenswege gehen in alle Richtungen: Wissenschaft, Kunst, Politik oder die Gesellschaft im Allgemeinen. Es werden Fotos, Bilder, Briefe und andere Gegenstände in Bezug auf die jeweilige Person gezeigt. Die Ausstellung ist vielfältig, auch von der Art der Präsentationen. Die Biografien sind inspirierend und können Leute ermutigen, die etwas unsicher sind was ihre eigene Zukunft angeht. Es wird deutlich, dass man sich am besten auf die Dinge konzentrieren sollte, die einem Spaß machen oder die einem wichtig sind. Manchmal dauert es, bis man merkt, was einem wirklich liegt. Es dauert auch, bis man wirklich erfolgreich ist und oft gibt es Rückschläge und Probleme. Das wichtigste ist, dran zu bleiben.

Mich persönlich beeindruckte unter anderem Elly Beinhorn, die im wahrsten Sinne des Wortes eine Überfliegerin war. In Hannover zurückgewiesen, erwarb sie mit 22 den Pilotenschein in Berlin und wurde bald eine der bekanntesten Pilotinnen. Sie flog unter anderem über alle Kontinente und führte Kunstflüge durch. Erst mit etwa 70 Jahren hörte sie endgültig mit dem Fliegen auf.
Auch Katharina Heinroth hat mich beeindruckt, die nach dem Zweiten Weltkrieg als erste Zoodirektorin Deutschlands mit dem Wiederaufbau des Berliner Zoos begann. Sie konnte die Anzahl der dortigen Tiere von 91 auf 1937 steigern.
Und zu guter Letzt möchte ich noch Jeanne Mammen erwähnen, deren Zeichenstil mir sehr zusagt.

Fazit

Die Ausstellung ist vor allem für Leute geeignet, die sich für Geschichte interessieren oder etwas Inspiration und Motivation für ihre Zukunft brauchen. Sie ist schön gestaltet, auch das Palais an sich sieht sehr elegant aus. Auf der 3. Etage wird ein Film gezeigt und Leute können mit Zetteln ihre Meinungen an eine Wand pinnen, was ein guter Abschluss für einen Rundgang ist. Auf den Zetteln wurde vor allem ein Kritikpunkt deutlich: dass sich die Ausstellung nur West-Berlin widmet. Ich persönlich fand es lehrreich, inspirierend und freute mich, einige schöne Fotos machen zu können. Lediglich den Titel finde ich etwas irreführend. Bei "Berlin - Stadt der Frauen" hätte ich eher Ur-Berlinerinnen erwartet. Und natürlich provoziert der Titel insgesamt auch, denn Berlin ist nicht nur eine Stadt der Frauen, sondern eine Stadt der Möglichkeiten. Hier gibt es gefühlt alles.


Wenn ihr mehr Informationen wollt, hier ist die Seite des Museums: Stadtmuseum
Die Ausstellung läuft noch bis zum 28. August 2016.

Ein Bild von Jeanne Mammen (in echt noch besser)
Werbeplakat

Das Korsett, das "gesprengt" wird

Ein Kanu zwischen all den Säulen

Fieberfreunde 

Ja, da ist ein Nilpferd


Bewertungsbogen eines "Schüla[s]"

Blick von oben

Mittwoch, 27. April 2016

Bands für den Sommer - NVDES

Auch wenn es momentan eher kalt ist, es regnet und manchmal sogar Hagel fällt, können wir uns ja trotzdem auf den Sommer freuen. Um die Stimmung anzuheizen, werde ich (versuchen) hin und wieder die ein oder andere Band vorzustellen, die euch hoffentlich zum Strahlen bringt.

Früher wurde an Stelle von "U" ein"V" geschrieben. Wieso? Im lateinischen hat man nicht wirklich einen Unterschied draus gemacht. Mittlerweile wird es wieder modisch, ein "U" durch ein "V" zu ersetzen. Zum Beispiel bei "CHVRCHES". Oder bei "NVDES". Um letztere soll es heute hier gehen.



Ich konnte die Band mal live in Berlin bei ihrem ersten Konzert erleben und fand die Stimmung und den Performance-Stil ganz gut, wenn nicht sogar "Unvergesslich". Es macht gute Laune und viele tanzten mit. Später schrieb ich die Band auf Facebook an, um herauszufinden, ob es demnächst eine E.P. geben würde, allerdings kam nie eine Antwort, also schrieb ich nicht sofort über die Band, weil ich beleidigt war. Mein Ego ist verheilt und die Zeit ist reif für etwas frische Musik.

Die Band an sich bestand zumindest bei der Live-Show aus zwei jungen Männern, die aus Los Angeles sind. Der Kopf dahinter ist Josh Ocean (sogar ein sommerlicher Name!). Ihr Stil ist etwas ausgefallen und laut, deswegen war Berlin als Ort der Premiere ganz gut gewählt, denn da passt sowas hin. Die Musik geht Richtung Indie-Pop und ist etwas psychedelisch. An den Videos lässt sich das auch ganz gut erkennen. Hier seht ihr das neueste Video (Stand: 27.April 2015):



Super zum Mitsingen und auch für Werbespots geeignet. Was meint ihr?

Donnerstag, 10. September 2015

Abtauchen in Berlin

Was macht man, wenn es 30°C im Schatten sind? Man sucht sich einen kühlen Ort. Zum Beispiel ein Schwimmbad. Doch die Aussicht auf Becken voller Menschen, frei herumfliegende Wespen und Platzmangel ist nicht gerade verlockend. Die Aussicht auf Becken voller Fische, frei herumschwimmende Goldfische und Sitzbänke ist da deutlich angenehmer. Also auf ins Aquarium.

Gleich neben dem Zoo, in dem damals Knut residierte, steht das Aquarium. Drei Stockwerke sind für Besucher zugänglich: Eine Etage für Fische und ähnliches, zweite Etage für Reptilien und die dritte Etage für Amphibien und Insekten. Ich präsentiere euch heute nur die erste Etage, weil es sonst zu viele Bilder wären.

Es gab dort viel Interessantes zu sehen. Gleich zu Beginn wird man von einer Muräne begrüßt und Seeanemonen erinnerten an „Findet Nemo“. Des Weiteren gibt es auch Korallen und einen Zitteraal, den man auf den ersten Blick gar nicht sieht. Das Highlight sind jedoch die Quallen. Es gibt ein großes Becken, in dem sehr viele große Quallen herumtreiben. Daneben ist eins, in dem nur eine einzige Qualle schwimmt. Eine ziemlich spannende Anordnung, würde von meiner ehemaligen Kunstlehrerin bestimmt gelobt werden.

Ansonsten gibt es noch Mini-Seesterne, Haie und lustige Fische. Zumindest auf den Fotos.. Wer mehr, oder wie man so schön sagt, „Meer“ sehen will, muss schon selbst hin. Es gibt jede Woche Fütterungen, bei denen man zusehen darf und eine Ameisenstraße, die durch die halbe dritte Etage führt. Seer Seenswert. Haha.
























Montag, 25. Mai 2015

Karneval der Kulturen in Berlin, Pfingsten 2015

Hallo Mitmenschen, ihr habt einen Grund zur Freude: Ein neuer Artikel ist da und er enthält sogar zehn Bilder. Unglaublich, aber wahr. Heute geht es um ein kulturelles Event, das jeder in Berlin kennen müsste.

Zum 20. Mal fand der Karneval der Kulturen in Berlin statt. Dabei war es dieses Jahr gar nicht so sicher, ob es ihn wirklich geben würde, denn mit den Organisatoren gab es einige Probleme. Dank einer Petition und vielen Leuten, die sich für den Karneval einsetzten, fand das Fest dann doch noch statt.

Vom 22.5.  25.5.2015 gab es ein großes Angebot an Dingen aus verschiedenen Ländern der Welt  Essen, Trinken, Musik, Souvenirs  und über eine Millionen Leute kamen, um dies auszukosten. Das Wetter war wunderschön, vor allem am Sonntag, als der Umzug anstand. 
Ich war nur an dem Tag da und habe mir am Abend mit einigen Freunden den Umzug angesehen. Allerdings waren wir zu erschöpft um den ganzen Umzug, im wahrsten Sinne des Wortes, durchzustehen, da wir ja schon den halben Tag rumgelaufen sind. Nichtsdestotrotz (cooles Wort) habe ich einige Bilder machen können.

Freut euch nun auf einpaar Sambatänzerinnen, einen Froschkönig und andere Teilnehmer. Leider hatte ich einen etwas ungünstigen Platz, dennoch sehen die Bilder gar nicht mal so schlecht aus. Ein bisschen filtern und schon hat man ein künstlerisches, professionell anmutendes Werk.

Karneval der Kulturen 2015

Karneval der Kulturen 2015










Vielleicht sieht man sich ja nächstes Mal.

Sonntag, 29. März 2015

Wyoming und Glass Animals in Berlin, 26/03/2015

Langsam erwache ich aus dem Winterschlaf und begebe mich wieder in die Clubs der Stadt, um Konzerte zu erleben. Wobei ich die nächsten paar Tage wohl nicht so viel Zeit dafür haben werde, immerhin sind bald Prüfungen. Für Glass Animals habe ich allerdings immer Zeit.

Das ausverkaufte Konzert wurde vom BangBang Club in das BiNuu verlegt. Auch wenn der Weg nicht weit war, kam ich relativ spät an. Also ungefähr dann, als Wyoming anfingen zu spielen.
An der Garderobe standen sehr viele Leute an. Ich sparte Zeit und Geld und versteckte meine Jacke einfach. Natürlich habe ich vorher alles aus den Taschen geholt. Man weiß ja nie.

Wyoming spielten ganz gut, aber viele Leute schienen sich auf andere Dinge zu konzentrieren. Zum Beispiel darauf, was sie mit ihren Jacken machen sollten. Solche Probleme hatte ich nicht, deswegen konnte ich mich auf die Performance fokussieren.
Der Musikstil tendierte schon in Richtug Glass Animals, allerdings ist er etwas verträumter und nicht ganz so verrückt.
Und auch wenn es nicht so klingen mag – die Band kommt aus Deutschland. Nicht aus Wyoming. Und auch wenn David Stieffenhofer, der Sänger/Bassist,  dunkel geschminkte Augen hat und schwarz angezogen ist – er schien nicht schlecht gelaunt zu sein. Er tanzte sogar auf der Bühne.
Nach dem Konzert konnte man sich am Merchandise-Stand Aufkleber, Musik und Autogramme von den drei Jungs holen.

Hört euch die Band an, damit ihr später sagen könnt: „Ich kannte die schon vorher!“.




Grünes Licht, Vogelgezwitscher und andere Dschungelgeräusche läuteten den Headliner des Abends ein. Leider war die Bühne nicht so toll dekoriert wie bei einigen anderen Shows, aber es gab immerhin einen Teppich.
Als die Band auf die Bühne kam, gab es lauten Gejubel. Also wirklich laut. Dann wurde „Black Mambo“ gespielt.
Dave Bayley, der Sänger, schien echt gut drauf gewesen zu sein. Er tanzte und hatte ständig ein Lächeln im Gesicht. Leider sprach er nicht so viel mit dem Publikum, aber dafür kam später noch was.

Eines der Highlights war natürlich „Gooey“. Das Lied ist so ziemlich das bekannteste von ihnen, mein Blog hat bestimmt auch sehr viel dazu beigetragen. Ganz bestimmt. Zumindest tanzten so ziemlich alle und die Lichter waren echt cool. Wie Funken erstrahlten sie die Gesichter der tanzenden Menge.
Es gab eine kurze Pause, wie immer. Die Leute hörten nicht auf zu klatschen und zu jubeln. Die Band kam wieder auf die Bühne. Die Coverversion von Kanye Wests „Love Lockdown“ wurde gespielt. Dave kam von der Bühne und performte zwischen den Leuten. Dabei leuchteten die Lichter der Diskokugel wie die Augen der Fans. Ich war übrigens auch ganz nah dran.
„Pools“ war der krönende Abschluss des Abends, man musste einfach tanzen. Und wieder mal ein Konzert, das eigenlich viel zu kurz war.

Insgesamt lässt sich sagen, dass Glass Animals eine sehr lockere Ausstrahlung haben und echt lässig sind. Die Lieder klingen live nicht so verwoben wie auf dem Album, aber die Stimmung bleibt erhalten. Es wurde übrigens auch „Exxus“ gespielt, was mich sehr gefreut hat.

Auch wenn ich schon oft Lieder der Band präsentiert habe, für die, die die Musik noch nicht kennen:


Dienstag, 24. März 2015

Adi, Olympique und Bilderbuch in Berlin, 20/03/2015

Schon seit Wochen war das Konzert im Astra ausverkauft. Kein Wunder, denn mit „Plansch“ und „Maschin“ fingen Bilderbuch seit 2013 langsam aber sicher an, aus der österreichischen Musikszene aufzutauchen und mit ihrer Musik zu uns rüber zu schwappen.

Ich habe was gelernt: man muss nicht immer früh da sein, um nah an die Bühne zu kommen. 30 Minuten vor Konzertbeginn hab ich mir noch ne Pizza gegönnt, war also 10 Minuten vorher da. Am Anfang war der Platz super, dann fing es plötzlich an, komisch zu riechen. Nach einer Weile wieder. Doch nachdem zwei Leute sich von der Stelle entfernt hatten, kam dies nicht mehr vor.

Zuerst spielte Adi Ulmansky, oder einfach nur Adi. Egal womit ihr „Adi“ bisher assoziiert habt, jetzt sollte es sich dabei um die Musikerin aus Israel handeln. Sie verbindet verschiedene elektronische Beats miteinander und singt dazu.
Ihr Name stand in Leuchtschrift auf oder Bühne, davor stand sie selbst, machte Musik, sang und bewegte sich dabei. Dazu gab es bunte Lichter. Also so ziemlich genau das, was ich auch machen würde, hätte ich das Zeug dazu.
Der Musikstil war ein ganz anderer als der von Bilderbuch, was etwas überraschend war. Nichtsdestotrotz klang es ganz cool. Man konnte sich zu der Musik bewegen und sich schon mal einstimmen. Adi war außerdem echt nett zum Publikum, am Ende gab es noch ein Gruppen-Selfie und sie ließ sich von einem kurzen Aussetzer der Technik nicht aus dem Takt bringen. Ein kleiner Eindruck:




Als nächstes spielten Olympique, ebenfalls eine österreichische Band. Ihre Musik war rockig, aber nicht unbedingt tanzbar. Sie spielten gut, doch irgendwie fehlte was. Selbst das öftere erwähnen von Bilderbuch brachte die Menge nicht unbedingt zum toben.
Auf YouTube klingen sie zumindest besser, vielleicht lag es also einfach nur am Sound.
Hier ein Video, das an interessanten Orten gedreht wurde:



Nach diesen zwei Vorbands war es Zeit für Bilderbuch. Diesmal trug Maurice, der Sänger, ein fancy Hemd, vielleicht nicht aus Seide, aber wohl aus den 80ern. Die Menge erwachte zum Leben, der Bass fing an zu beben.
Maurice bewegte sich lasziv zu seinem Gesang, später tanzte er außerdem im Publikum mit. Michael Krammer (der ein bisschen aussah wie der Sänger von The 1975) gab einige tolle Gitarrensoli, sogar über seinem Kopf. Bei „Softdrink“ kam am Ende ein Rapper auf die Bühne. Die Leute gingen seiner Meinung nach nicht genug ab, also wiederholte er seinen Part. Diesmal schien er zufrieden zu sein. Und noch eine interessante Sache: bevor „Spliff“ gespielt wurde, ließ die Nebelmaschine noch mal ordentlich Dampf ab.
Nach „Maschin“ verschwand die Band von der Bühne. Und klar, das Lied wär ein epischer Abschluss für ein tolles Konzert gewesen, doch Zugabe muss sein. Nach „Kopf Ab“ und „OM“ war es endgültig vorbei.
Insgesamt sind Bilderbuch eine Band zum Tanzen. Ich hatte etwas Pech, vor mir stand ein Baum, doch das hielt mich nicht davon ab, die Musik zu feiern.
Ein altes Lied:



Und Maschin:

Dienstag, 3. März 2015

SLVR FURS, Todd Dorigo und Carl Barât & The Jackals in Berlin, 27/02/2015

Es war der letzte Freitag im Februar und mein erstes Konzert des Jahres. Die Freude war groß, als ich mich auf den Weg zum BangBang Club machte. Nachdem ich leider nicht beim The Libertines-Konzert war, konnte ich nun zumindest Carl Barât zusammen mit den Jackals live hören.

Doch zwischen Einlass und Spielbeginn verging einiges an Zeit, denn es gab noch zwei Vorbands.
Zuerst spielten SLVR FURS, eine Band aus Australien, die etwas verrückt aussieht und ziemlich psychedelische Musik macht. Sie besteht aus Coco Purs und Joel Chant. Von ihrem Auftritt habe ich leider nur das Ende mitbekommen, deswegen kann ich nicht viel mehr dazu sagen. Hört hier:


Nach einer kurzen Umbaupause war Todd Dorigo an der Reihe. Mein erster Gedanke war „Schulband“. Sie sahen nämlich wirklich aus wie so eine Schulband bei einem Schulkonzert oder Talentwettbewerb, wie sie da in Jacketts vor einem roten Samtvorhang standen, Rockmusik spielten, alle ziemlich jung. Außerdem hatte der Sänger auch noch coole Haare und eine coole Stimme. Würde man sie ein bisschen hypen, dann könnte das wieder so eine erfolgreiche Boyband werden.
Mittlerweile war der Club ziemlich voll, das Konzert war ausverkauft. Die Jungs kamen gut an, die Lieder hatten meist schöne Melodien. Falls ihr euch selbst ein Bild machen wollt, hier ein Video. Von der Haarpracht und der Musik könnt ihr euch ansonsten auch so überzeugen:



Zu guter letzt kamen Carl Barât & The Jackals auf die Bühne. Es herrschte eine euphorische Stimmung im kleinen Club. Es wurden auch Lieder von The Libertines und Dirty Pretty Things (ein anderes Bandprojekt von Carl) gespielt, die das Publikum meist auch kannte. Vor allem bei „Bang Bang, You’re Dead“ kam Jubel.
Zwischenzeitlich verschwanden The Jackals von der Bühne und Carl Barât spielte alleine auf der Gitarre. Es klang sehr schön, die Leute sangen zum Teil mit.
Als die restliche Band zurück auf die Bühne kam, war Schluss mit Ruhe und die Musik wurde wieder wilder. Mein persönliches Highlight war „Glory Days“, weil ich diesen Gitarrenriff einfach liebe.
Was ist noch so passiert? Ein Gast hatte Carl Barât einen Shot gereicht, den er geext hatte. Es wurde ein T-Shirt in die Menge geworfen und ein Plektrum. Sowas ist immer etwas riskant, könnte ja sein, dass die Leute sich dann darum prügeln. Doch alles blieb friedlich.
Es gab eine Zugabe, doch trotzdem war das Konzert gefühlt zu kurz. Allerdings haben die Jungs echt gut gespielt und sahen etwas erschöpft aus, deswegen ist es ok. Meiner Meinung nach klangen Carl Barât & The Jackals live sogar besser als auf dem Album.


Für Libertines-Fans, die die Band nicht sehen konnten, kann ich nur empfehlen, auf ein Konzert von Carl Barât & The Jackals zu gehen.

Nun eine akustische Version von "Glory Days". Der Riff ist trotzdem toll ♥
Und so klingen sie auf dem Album (leider hab ich keine einbettbare Soundcloud-Datei gefunden):

Dienstag, 30. Dezember 2014

Trailerpark in Berlin, 06/12/14

Ich habe euch zwei Konzerte versprochen, also bekommt ihr auch zwei. Allerdings werde ich bei dem hier leider nicht so viel sagen können. Sorry.

Noch vor Einlass wartete eine lange Schlange Trailerparkfans vor der Columbiahalle darauf, eine wilde Party zu feiern, die neuen Songs live zu hören und die Band in echt zu sehen. Zudem war es das Record-Release-Konzert, also musste noch irgendwas verrücktes passieren. Kurz gesagt: Vorfreude und Vorglühen vor der Halle.

Ich halte mich kurz, da ich leider nicht viel Zeit habe. Aber: Trailerpark spielten sehr lange und die Menge war gut gestimmt. Ich habe leider den Fehler begangen und bin mitten in die Menge vor der Bühne geraten, also dem Herzstück des wilden Rumgepoge, -gespringe und sonst was. Okay, es war eigentlich nicht sehr schlimm, bloß etwas brutal. Also lasst euch eins gesagt sein: Trailerparkkonzerte sind alles andere als ruhig, doch das hat wahrscheinlich auch niemand erwartet.

Es wurden viele Songs aus dem neuen Album "Crackstreet Boys 3" gespielt und einige aus "Crackstreet Boys 2", aber da von dem die meisten Lieder auf dem Index stehen, durften sie nicht gespielt werden. Außerdem noch "Drogen" und "Trostpreis", zudem als Premiere ein eigenes Lied von Sudden. Der bringt übrigens bald ein neues Album raus. Echt super.

Dieses Release-Konzert war nicht so krank wie das letzte, denn diesmal wurde ein Fan "nur" auf der Bühne von den Bandmitgliedern tätowiert. Am Ende wurde noch eine Pianoversion von "Bleib in der Schule" gespielt, sehr rührend. Selbst da haben einige versucht zu pogen.
Insgesamt also ein schönes Konzert, auch wenn es einigen eingefleischten Trailerpark-Fans zu harmlos war. Dennoch würde ich Leuten in schlechter körperlicher Verfassung nicht raten, vorne vor der Bühne zu sein, denn da geht es am meisten ab.
Jetzt habe ich doch mehr geschrieben als erwartet. Auch gut. Links und Fotos folgen später.

P.S. schönes neues Jahr ♥

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Traded Pilots und Cosmo Sheldrake in Berlin, 01/12/14

Es war der erste Tag im Dezember. Noch lag kein Schnee auf den Straßen, doch kalt war es allemal. Ein junges Mädchen machte sich auf den Weg zum Privatclub in Berlin. Es lief die lange Straße entlang, ein rotes leuchtendes "P" in der Ferne diente ihm als Wegweiser. Im Club war es warm und es gab kostenlose Salzstangen. Konnte der Abend da noch besser werden?

Tatsächlich.
Überraschenderweise gab es eine Vorband, nämlich die "Traded Pilots". Sie sind eine kanadisch/britische Band die in Berlin lebt und aus Emma Greenfield (Gesang und Gitarre) und Samuel Vance-Law (Gesang und Violine) besteht, die beide eine sehr sympathisch-süße Ausstrahlung haben.


Ihr Genre bezeichnen sie selbst als "Freak-Folk", was auch ziemlich zutreffend ist (sorry für die hohe Anzahl an Alliterationen).
Die beiden haben eine tolle Bühnenpräsenz: zwar etwas nervös, aber dennoch lustig und charmant. Die Musik war auch gut. Vor allem der vielsaitige Umgang mit den Instrumenten war bemerkenswert.
Traded Pilots waren vom Musikstil nicht unbedingt die beste Vorband für Cosmo Sheldrake, doch solange die Musik gut war, ist es nicht so schlimm. Falls ihr die Band unterstützen wollt, könnt ihr es hier und hier. Und nun ein Video.



Kurze Zeit später war es dann soweit: Cosmo Sheldrake kam auf die Bühne. Es gab es ein kleines technisches Problem, weswegen sich der Beginn verzögerte, doch als es losging, ging es richtig los.
Als erstes wurde eine coole Version von Belle Stars' "Iko Iko" gespielt, bei der die Leute abgingen.
Man sollte unbedingt wissen, dass Cosmo Sheldrake seine Songs live "zusammenbaut", indem er verschiedene Geräusche bzw. seine Stimme aufnimmt und einen Loop daraus erstellt oder sie zwischendurch einspielt. Mit einem guten Musikgefühl könnte man somit im Grunde jedes Lied covern.

Des Weiteren spielte er eigene Songs, inspiriert von Gedichten (z.B. "The Fly" von William Blake) und unter Verwendung von Geräuschen auf der ganzen Welt, wie das eines Korallenriffs. Hier mal das Geräusch eines gesunden Riffs:



Die Stimmung war ausgelassen und es passte alles ziemlich gut zusammen. Cosmo Sheldrake hatte ein "Woooho!" aus dem Publikum aufgenommen und in einem Loop verarbeitet. Dann hat er dazu gebeatboxt.
Insgesamt war das Konzert echt lustig und ich fand es inspirierend. Man kann anscheinend aus allem (gute) Musik machen.



Mittwoch, 15. Oktober 2014

Pool und The 1975 in Berlin, 12/10/14

Es gibt Bands, von denen man denkt sie seien total bekannt, will jemandem darüber erzählen und dann kommt nur ein „Wer?“ als Antwort. Dann gibt es Bands, zum Beispiel The 1975, die man für ziemlich unbekannt hält und dann steht man vor dem Club, am Ende einer hunderte Meter langen Schlange, und wundert sich darüber, wieso so viele junge Mädchen diese Band sehen wollen. Tatsache.

Pool im Urlaub (das ist natürlich ein Scherz)
Als Vorband spielten Pool. Drei junge Typen aus Hamburg, für die es anscheinend stetig bergauf geht. Vor einem Jahr habe ich sie noch beim FWTB im kleinem Lido gehört, jetzt waren sie Support für The 1975. Nicht schlecht.
Nicht schlecht ist auch deren Musik. Sie hat sich zwar etwas verändert, aber das ist nichts Ungewöhnliches. Die Gitarre klingt immer noch munter und der Bass etwas funky. Lediglich die Stimme wird ab und zu getunt. Schade eigentlich.
Pool haben locker mit dem Publikum gesprochen, das fast immer mit Kreischen geantwortet hat. Vor allem wenn The 1975 erwähnt wurden. Auch insgesamt kamen sie ziemlich gut an, obwohl sie nicht „Harm“ gespielt haben, das meiner Meinung nach echt cool klingt.

Ihr könnt euch die Lieder bei Soundcloud anhören und auch runterladen. Einmal „Harm“ für euch und einmal ein jüngeres Lied:




Nun zu The 1975. 
Ziemlich pünktlich um 22 Uhr ging es los, das Rechteck hinten auf der Bühne leuchtete weiß, Rauch und Gekreische füllten das Astra. Dann kamen die vier Typen auf die Bühne, ganz zum Schluss Matt Healy (der Sänger und Gitarrist) lässig bzw. etwas fertig mit einer Zigarette (?) in der Hand. Später kam noch eine Flasche Wein dazu. Er lebt seine Lieder.
Eine Stunde wurde gespielt, leider kein einziges neues Lied. Aber es wurde von einem neuen Album berichtet, das bald aufgenommen werden soll. Nach der Stunde gab’s eine kurze Pause und zum Schluss wurden zweieinhalb Lieder gespielt (Erklärung folgt). Lasst mich euch nun von den Highlights berichten.

Ein einfache Rechteck ist das Markenzeichen der Band.
Erstmal Matt Healy an sich. Es gibt nur wenige Musiker, die mit einer Flasche Rotwein auf der Bühne stehen und singen. Ziemlich stilvoll. Ebenfalls stilvoll war der Saxophonspieler, der einige Lieder begleitet hat. Er gab sogar ein Solo.
Ruhiger wurde es als „Is There Somebody Who Can Watch You“ gespielt wurde. Zumindest glaube ich, dass es dieses Lied war. Matt wollte die Gesichter des Publikums sehen, jeder sollte sein Handy wegpacken und den Moment nicht filmen, sondern genießen. Am Ende schwenkten unzählige Handylichter wie Feuerzeuge zur Musik.
Bei „fallingforyou“ hatte man eine Zeit lang tatsächlich Angst, er würde von dem Lautsprecher runterfallen. Aber er hat es auch geschafft, problemlos auf dem Schlagzeug zu stehen. Alles mittlerweile schon Routine.
Ganz am Ende, als „Sex“ gespielt wurde, ging plötzlich die Musik aus. Man hörte nur noch das Schlagzeug und ganz leise eine Alarmanlage im Backstagebereich. Angeblich hatte es ein kleines Feuer gegeben, doch niemand wurde rausgeschickt. Einige glückliche Fans durften Matt Healy berühren, da er sich an den Rand des Publikums gewagt hat. Sobald die Stromversorgung wieder lief, spielte die Band „Sex“ noch mal von vorne. Dann war das Konzert auch schon vorbei.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das The 1975 Konzert voller Überraschungen steckte. Live klangen sie auch gut, obwohl die Stimme manchmal etwas zu leise war, was allerdings an der Technik lag. Ähnlich wie The Kooks haben sie viele junge weibliche Fans, doch die Jungs schafften es, cool zu bleiben. Wer die Band mag, der wird es nicht bereuen auf ein Konzert zu gehen. 

Montag, 30. Juni 2014

Johnny Lloyd und The Kooks in Berlin, 13/06/2014

Schon ‘ne Weile her, dass ich da war, doch zum Glück bin ich noch jung und meine Mnestik ist einigermaßen funktionsfähig. Also kann ich davon berichten. Was wollte ich eigentlich als nächstes schreiben..?

Ach, ja, genau. Der Heimathafen Neukölln ist ziemlich klein, deswegen war es keine lobenswerte organisatorische Leistung, The Kooks genau dort spielen zu lassen. Wochen vorher waren die Karten weg, Stunden vor dem Konzert (glaub ich zumindest), standen Leute verzweifelt davor, um irgendwie an eine Karte zu kommen. Meistens vergebens.
Ich hatte Glück: ein mysteriöser Musikkenner (oh, eine Alliteration!) ließ sich auf einen Deal ein und ich bekam eine Karte. Damit keine Spekulationen entstehen, ergänze ich mal, dass es sich um einen Kartentausch handelte. Alles legal.

Zuerst spielten Johnny Flynn (keine Homepage gefunden) und sein blonder Sidekick Gitarrenmusik. Klang live nicht schlecht, war allerdings auch nichts Besonderes. Die Beleuchtung war interessanter. Das klingt jetzt gemein, ist aber wirklich so. Mit der Diskokugel und Formen aus Licht sah der Raum richtig schön aus, das Problem war nur, dass die Musiker den besten Blick darauf hatten. Als Zuschauer musste man sich von der Bühne wegdrehen um den Anblick zu genießen, zumindest wenn man vorne stand. 
Digital hören sich die Lieder trotzdem toll an.


Es war nur ein kurzes Set, auf dem eine lange Umbauphase folgte. Man sah ganz viele Bildschirme aufeinander gestapelt im hinteren Teil der Bühne. Sie erinnerten an alte Röhrenfernseher.
Dann kamen endlich The Kooks aus dem Backstage gehüpft, mit einer unglaublichen Energie, vor allem der Sänger. Vor der Bühne waren eigentlich nur Mädchen, also kein Wunder, dass die Band da gute Laune hatte. Natürlich gab es sehr lautes Gekreische, auch von der männlichen Seite.

Als erstes wurde „Down“ gespielt, die relativ neue Single, funkig und gut zum Mitsingen. Die Bildschirme leuchteten rot und Luke Pritchard (der Sänger) ging voll ab. Die Mädels sowieso.
Ansonsten wurden viele ältere Songs gespielt. Sobald einer der ,,Klassiker“ erkannt wurde, gab es zusätzlich lauten Beifall. ,,Ooh La“, „Junk of the Heart“ und „Naive“, nur um einige Beispiele zu nennen.
Bei „Do You Wanna“ sang das Publikum den Refrain einstimmig im Chor. Die weiblichen Stimmen überwogen deutlich. Dem Sänger ging es bestimmt richtig gut -  da standen dutzende hübsche Menschen vor ihm, die alle „Do You Wanna Make Love To Me“ gesungen haben. Sehr clever gewählter Text.

Insgesamt war das Konzert echt gut, Luke kann super performen und die Bühnen-Deko war cool. Leider hatte ich keine Zeit, um von The Kooks Bilder zu machen.