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Sonntag, 29. März 2015

Wyoming und Glass Animals in Berlin, 26/03/2015

Langsam erwache ich aus dem Winterschlaf und begebe mich wieder in die Clubs der Stadt, um Konzerte zu erleben. Wobei ich die nächsten paar Tage wohl nicht so viel Zeit dafür haben werde, immerhin sind bald Prüfungen. Für Glass Animals habe ich allerdings immer Zeit.

Das ausverkaufte Konzert wurde vom BangBang Club in das BiNuu verlegt. Auch wenn der Weg nicht weit war, kam ich relativ spät an. Also ungefähr dann, als Wyoming anfingen zu spielen.
An der Garderobe standen sehr viele Leute an. Ich sparte Zeit und Geld und versteckte meine Jacke einfach. Natürlich habe ich vorher alles aus den Taschen geholt. Man weiß ja nie.

Wyoming spielten ganz gut, aber viele Leute schienen sich auf andere Dinge zu konzentrieren. Zum Beispiel darauf, was sie mit ihren Jacken machen sollten. Solche Probleme hatte ich nicht, deswegen konnte ich mich auf die Performance fokussieren.
Der Musikstil tendierte schon in Richtug Glass Animals, allerdings ist er etwas verträumter und nicht ganz so verrückt.
Und auch wenn es nicht so klingen mag – die Band kommt aus Deutschland. Nicht aus Wyoming. Und auch wenn David Stieffenhofer, der Sänger/Bassist,  dunkel geschminkte Augen hat und schwarz angezogen ist – er schien nicht schlecht gelaunt zu sein. Er tanzte sogar auf der Bühne.
Nach dem Konzert konnte man sich am Merchandise-Stand Aufkleber, Musik und Autogramme von den drei Jungs holen.

Hört euch die Band an, damit ihr später sagen könnt: „Ich kannte die schon vorher!“.




Grünes Licht, Vogelgezwitscher und andere Dschungelgeräusche läuteten den Headliner des Abends ein. Leider war die Bühne nicht so toll dekoriert wie bei einigen anderen Shows, aber es gab immerhin einen Teppich.
Als die Band auf die Bühne kam, gab es lauten Gejubel. Also wirklich laut. Dann wurde „Black Mambo“ gespielt.
Dave Bayley, der Sänger, schien echt gut drauf gewesen zu sein. Er tanzte und hatte ständig ein Lächeln im Gesicht. Leider sprach er nicht so viel mit dem Publikum, aber dafür kam später noch was.

Eines der Highlights war natürlich „Gooey“. Das Lied ist so ziemlich das bekannteste von ihnen, mein Blog hat bestimmt auch sehr viel dazu beigetragen. Ganz bestimmt. Zumindest tanzten so ziemlich alle und die Lichter waren echt cool. Wie Funken erstrahlten sie die Gesichter der tanzenden Menge.
Es gab eine kurze Pause, wie immer. Die Leute hörten nicht auf zu klatschen und zu jubeln. Die Band kam wieder auf die Bühne. Die Coverversion von Kanye Wests „Love Lockdown“ wurde gespielt. Dave kam von der Bühne und performte zwischen den Leuten. Dabei leuchteten die Lichter der Diskokugel wie die Augen der Fans. Ich war übrigens auch ganz nah dran.
„Pools“ war der krönende Abschluss des Abends, man musste einfach tanzen. Und wieder mal ein Konzert, das eigenlich viel zu kurz war.

Insgesamt lässt sich sagen, dass Glass Animals eine sehr lockere Ausstrahlung haben und echt lässig sind. Die Lieder klingen live nicht so verwoben wie auf dem Album, aber die Stimmung bleibt erhalten. Es wurde übrigens auch „Exxus“ gespielt, was mich sehr gefreut hat.

Auch wenn ich schon oft Lieder der Band präsentiert habe, für die, die die Musik noch nicht kennen:


Montag, 12. Mai 2014

Zulu Pearls und Reptile Youth in Berlin, 04/05/14

Ich glaube seriöse und ordentliche Rezensionen sind nicht ganz mein Ding, die überlasse ich lieber den Musikzeitschriften und Zeitungen. Wir sollten etwas mehr Persönlichkeit ins Spiel bringen. Oh, und meine Gutes-Timing-Fähigkeit geht mir auch langsam verloren.

Mittlerweile mag ich Das BiNuu: Es ist leicht zu erreichen, interessant gestaltet – zum Beispiel mit einer halben Diskokugel an der Wand, nicht zu groß und nicht zu klein. Außerdem waren alle bisher erlebten Konzerte dort toll.

Am Anfang waren ziemlich wenige Leute da. Ich war überrascht über die Altersgruppen. Bei einer Band, die live angeblich richtig verrückt ist, hätte ich jüngere Leute erwartet. Aber tatsächlich waren fast alle Anwesenden deutlich älter als ich. Haha.

Als die Vorband – Zulu Pearls – spielten, war noch nicht so viel los. Und das obwohl sie mit Verspätung begonnen hatten. Das Publikum war angenehm angetan, aber nicht überschwänglich begeistert. Alle warteten nur auf das Eine. Oder die Einen. 
In der ersten Reihe stahl ein ausgelassen tanzender Typ jedem die Show. Sogar der Sänger fand ihn bemerkenswert.
Kommen wir nun zu dem Musikalischen. Zulu Pearls klangen ganz in Ordnung. Nicht so verrückt und wild wie Reptile Youth, sondern eher wie eine Band, die man so nebenbei hören kann ohne überdreht zu werden, zum Chillen an einem Sonntagabend.
Es gab einige Probleme bei der Liveshow, man konnte den Sänger nicht genau verstehen. Was allerdings am Mikrofon lag.
Das Album „No Heroes No Honeymoons“ klingt im Vergleich zu dieser einen Show etwas besser, weil die einzelnen Komponenten deutlicher klingen. Aber hört euch lieber selbst einige Songs an und entscheidet. Oder ladet es gleich runter:





Nach einer gefühlten halben Ewigkeit Warten kamen dann endlich die Dänen auf die Bühne. Ich hab keine Ahnung mehr, mit welchem Lied es losging, aber es war sofort gute Stimmung im Club. Natürlich. Was denn auch sonst?
Es war das erste Mal, dass Reptile Youth in der Zusammensetzung spielten, wie sie auch das Album „Rivers That Run For A Sea That Is Gone“ aufgenommen haben. Unnützes Wissen, ich weiß.
Überraschend für mich war, dass der Sänger schon ziemlich früh ins Publikum sprang. Verrückt.
Es wurde wärmer und die Leute tanzten. Sogar die, die anfangs eher elegant gekleidet waren. Verrückt.
Der Sänger sprang wieder ins Publikum, Crowdsurfing, berührte die Diskokugel in der Mitte des Raumes. Verrückt.
Er wurde ja von der Menge gehalten, was beim Crowdsurfing so üblich ist. Auch ich konnte mithalten, allerdings bin ich nur ein kleines schwaches Mädchen und hatte echt Angst, dass er meinetwegen runterfallen würde. Wäre auch passiert, wenn etwas weniger Leute geholfen hätten. Glück gehabt. Hätte unangenehm werden können.

Ich kann leider nicht viel mehr zum Konzert sagen, außer dass es cool war und ungefähr so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Sie sind tatsächlich verrückt. Es wurden viele alte und neue Songs gespielt, wobei die neueren überwogen. Und am Ende natürlich „Speeddance“, als krönenden Abschluss.

Wenn ihr also gerne auf Konzerte abgeht, dann kann ich euch Reptile Youth nur empfehlen. Es sind auch einige ruhigere Lieder dabei, man muss ja zwischendurch mal Luft holen können. Und jetzt: Du dududu dududu dudu....


Mittwoch, 26. Februar 2014

L'aupaire und We Invented Paris in Berlin, 24/02/14


Ehrlich gesagt wusste ich nicht viel über We Invented Paris als ich mir die Karte geholt habe. Nur, dass sie live ganz gut sein sollen und mir das Ticket gefiel. Diese zwei Gründe reichten mir, um zum Konzert im BiNuu zu gehen. Als Support dienten L'aupaire, allerdings mit einem Ersatz-Drummer.

Um etwa neun Uhr begannen L'aupaire und spielten ein ca. dreißigminütiges Set mit warmen, zum Teil melancholischen Songs. Die Stimme des Sängers hatte beim Singen etwas kratziges an sich, was die Lieder noch interessanter machte.
Es gab auch ein Duett mit jemandem von We Invented Paris, mir fällt leider der Name nicht ein, und eine Pedal-Steel-Gitarre. Sieht aus wie ein Keyboard, ist aber keins.
Ach ja, und beim Merchandise-Stand gab's Streichhölzer, aber ich habe nach dem Konzert leider nicht mehr dran gedacht und mir deswegen keine geholt. Wär doch mal was außergewöhnliches gewesen.
Insgesamt gefiel mir L'aupair und ich werde sie ab jetzt im Auge behalten bzw. im Ohr. Haha.
Hier könnt ihr euch einige Lieder anhören:



Nach fast einer halben Stunde Umbauphase kamen dann We Invented Paris auf die Bühne.
Für die Leute, die die Band nicht kennen: Es ist ein europäisches Künstlerkollektiv, das eine Zeit lang auf Wohnzimmerkonzerttour war, aber auch auf größeren Bühnen spielt. Die Musik ist locker und laut Internet ,,Indie-Pop'' und ,,Folk''.

Wenn man genau hinsieht, erkennt man den Sänger.
Er sieht einbisschen wie Jake Gyllenhaal aus.
Allerdings nicht auf diesem Bild.
Das Konzert begann mit ,,Sleeptalk'' und bunten Lichtern. ,,Everyone Knows'' wurde stark bejubelt, doch mein persönliches Highlight war ,,Bohème'', was so ziemlich in der Mitte gespielt wurde. Es war so, als wäre man auf einer Grillfeier im Sommer, die langsam zu Ende geht und mit Musik ausgeklungen wird. Kurz darauf kam Flavian Graber, der Sänger, ins Publikum und spielte ,,Requiem''. Alle waren still und lauschten andächtig. Meine Beine taten zwar etwas weh, weil ich unbequem saß, aber was soll's.
Danach ging's wieder auf der Bühne mit allen Bandmitgliedern und ,,Treeless''
wurde gespielt. Nach ,,Iceberg'', was mir auch sehr gefällt, gingen dann alle von der Bühne, doch natürlich war es noch nicht vorbei.
Drei weitere Lieder folgten und nach ,,More'' herrschte Unsicherheit. Würde die Band hinter der Bühne bleiben? War es jetzt wirklich vorbei? Antwort: Nein.
Zum Abschluss wurde ,,Silence'' gespielt, diesmal mit vollständiger Band und auf einer Theke. Einer von denen stieß mit dem Kopf an einen Scheinwerfer, doch glücklicherweise ohne weitere Folgen. Es wurde zum Kauf der ,,berliner Hipster-Beutel'' und des Albums angeregt und dann begann das letze Lied. Einige Leute sangen mit, ich kannte leider den Text nicht. Applaus und dann war es wirklich vorbei. Schade.

Die Musik an sich gefiel mir auch. Viele der Lieder sind radiotauglich und werden vermutlich auch bereits gespielt. Sie verbreiten irgendwie eine gemütliche Stimmung und passen sowohl dazu, im Winter mit einer Tasse Tee in der Hand auf eine schneebedeckte Landschaft zu schauen, als auch im Sommer mit Freunden in der Sonne zu sitzen.
Eine Diskokugel (bzw. Spiegelkugel). Tut mir Leid, hab
nur Sofortbilder gemacht.

Alle Dinge, die ich im Netz über die Band gelesen habe, bewiesen sich als war.
We Invented Paris sind wirklich eine tolle live Band, das Konzert war sehr abwechslungsreich und es gab sogar Luftballons. Zwei Lieder wurden im Publikum gespielt, was nicht immer einfach ist. Manchmal ist es ja so, dass Leute die ganze Zeit nur reden, aber hier nicht. Also großes Plus an alle, die da waren.
Bei ,,More'', dem vorletztem Lied, wurde wild getanzt. Flavian tanzte ebenfalls im Publikum. Und auch wenn viele Leute etwas zurückhaltend schienen - zumindest da konnte keiner mehr ruhig stehen bleiben. Ein Kompliment geht noch an das Bühnenbild. Die Idee mit den einzelnen Glühlampen vor goldenen, tellerähnlichen Platten ist sehr schön. Die Luftballons waren auch toll, manchmal aber etwas störend. Immer wieder flogen mir welche auf den Kopf. Zum Glück waren es nur Luftballons.

Fazit: Wer persönliche Konzerte und fröhliche Stimmung mag, sollte auf jeden Fall auf ein We Invented Paris Konzert gehen. Ich bereue zumindest nicht, die Karte ohne Vorwissen gekauft zu haben. Und da diese Tour ,,Rocket Spaceship Tour Part 1'' heißt, wird es sicher noch Part 2 geben.


Setlist
 Sleeptalker, A View That Almost Kills, Piccard, Everyone Knows, Dance On Water, Mont Blanc,            Bubbletrees, Bohème, Philosopher; Requiem; Treeless, Polar Bears, Farmer, Iceberg; Zeppelines,
Nothing To Say, More; Silence