Posts mit dem Label 2017 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 2017 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 18. Juli 2017

Ungewollte Haustiere

Warum gehen Ameisen nicht in die Kirche? Weil sie In-Sekten sind. Hahaha. Wer kennt den nicht, den Spruch. Doch im Sommer scheinen Insekten eher in Häusern zu sein. Und das ist nicht mehr so lustig. Was kann man dagegen machen?

das Heupferd
Erstmal muss man überlegen, um welche Art von Insekt es sich handelt. Mücke? Fliege? Motte? Heuschrecke? Wenn letzteres, dann muss man noch unterscheiden zwischen Heupferd, Grashüpfer und Grille. Vielleicht ist es gar kein Insekt, sondern eine Spinne? Wie der Weberknecht, auch als Opa Langbein bekannt, oder aber eine Zecke. Je nach Einschätzung der Nervigkeit gibt es dann unterschiedliche Möglichkeiten, zu handeln. 

1. Ignorieren
Fangen wir mal mit der einfachsten Lösung an. Man weiß ja: wenn man Dinge lange genug nicht beachtet, verschwinden sie. Probleme lösen sich dann wie von selbst! Das stimmt zumindest bei harmlosen Insekten, wie verirrten Marienkäfern oder Maikäfern. Die schaffen es irgendwann aus dem Zimmer oder liegen regungslos auf dem Boden. Andere hingegen beißen zu, wenn man ihnen die kalte Schulter zeigt. Glücklicherweise gibt es noch andere Methoden.

2. Weggehen
Diese hier zum Beispiel. Schon im Kindergarten hat man gelernt, dass man einer Person aus dem Weg gehen soll, wenn man sie nicht mag. Dies lässt sich auch auf andere Lebewesen übertragen. Pluspunkte: man bewegt sich mehr, mach also mehr Sport. Gesund. 
Tipp: Tür geöffnet lassen, im befallenem Zimmer das Licht ausschalten und im anderen Zimmer anschalten. Vielleicht zieht es ja um.

3. Umsiedeln
Wer sein Terrarium bzw. Territorium gerne behalten will und sich ungern von einem oder mehreren Kleinstlebewesen vertreiben lässt, kann es einfach umsiedeln. Die Methode ist gut geeignet für Pazifisten, Tierliebhaber und Leute, die jemanden ärgern wollen.

4. Töten
Wohl die radikalste Variante. Aber früher oder später währen sie eh gestorben. Vielleicht sogar auf viel brutalere Weise. Mögliche Waffen sind:
Deo
Dusche
Zeitung
Schuh
Zeitschrift
Papier
Handtuch
Fliegenklatsche
Schusswaffe
Hände (vorzugsweise die eigenen)
Natürlich muss man die Insektenleiche dann wegschaffen. Wegwerfen, runterspülen oder in einer Kerze verbrennen sind nur drei von vielen Möglichkeiten.

5. Schrödingers Methode
Hier weiß man selbst nicht genau, was passieren wird. Dafür braucht man eine Katze oder ein anderes Haustier, das Insekten fängt. Wenn man Glück hat, ist das Problem gegessen. Wenn nicht, hat man ein verschmutztes Zimmer oder gar ein Haustier weniger. Also Vorsicht!

6. Aus dem Staub machen
Zu guter Letzt kann man auch den Staubsauger nehmen. Damit kommt man im Idealfall in entlegene Ecken und macht gleichzeitig sauber. Wäre ich ein erfolgreicher Blogger, gäbe es hier einen Affiliate Link zu einem Staubsauger bei Amazon. 

Das waren hauptsächlich Tipps für die häusliche Anwendung. Draußen gibt es aber noch viel mehr Insekten. Deshalb würde ich raten, gar nicht erst raus zu gehen. Wenn sich dies nicht vermeiden lässt, passt gut auf euch auf. Bis demnächst. Hoffentlich.

Montag, 1. Mai 2017

Pale Grey und Electric Guest in Berlin, 25/04/17

Früher kam ich immer zu Konzerten, sobald die Türen offen waren. Mittlerweile bin ich entspannter und erwische meist gerade so rechtzeitig die Vorband. Wobei, so entspannt ist es jetzt auch nicht, wenn man sich extrem beeilt, um die Vorband nicht zu verpassen. Eigentlich bin ich auch nicht entspannter geworden, sondern habe mehr zu tun und gehe somit erst spät los.

Das "Musik & Frieden" an der Warschauer Straße ist zum Glück schnell zu erreichen und war noch nicht sehr voll, als ich gegen 20:20 Uhr eintraf. Die Vorband hatte noch nicht begonnen, also verstaute ich meine Jacke in meinem Rucksack und wartete. Vor nicht all zu langer Zeit war das "Musik & Frieden" als "Komet-" und "Magnetclub" bekannt, falls einigen der Name nichts sagt. Nun aber zu den Bands.

Electric Guest wurden von Pale Grey unterstützt, einer Band aus Belgien, die seit ca. 2008 besteht. Ihre Musik hat die typische Indie-Pop-Art und die Bandmitglieder scheinen sehr nett zu sein.  Um 20:30 fingen sie an zu spielen, wobei am Anfang noch dieser halbkreisförmige Abstand zwischen der Bühne und den Konzertbesuchern war, wie es manchmal bei kleinen Bühnen ist. Doch nachdem einer der Musiker die Leute näher heran gewunken hat, hatte alles wieder seine Ordnung.

Ich muss gestehen, dass ich zuerst noch nicht wirklich überzeugt war von der Band, was sich im Verlauf des Konzerts jedoch besserte. Die Musik selbst war nämlich etwas zu laut und chaotisch, doch nach einiger Zeit spielte sich die Band ein und klang angenehm. Das dauerte alles etwa dreißig Minuten. Es ist erstaunlich, dass sie bereits zwei Alben haben, aber noch nicht so bekannt sind. Vor einer Woche kam das Video zu "Billy" raus, keine Sorge, es handelt sich dabei nicht um Regelwerbung von IKEA. Ansonsten kann ich euch auch "Seaside" empfehlen. Das hier ist "Billy":



Auf eine nicht sehr langen Umbauphase folgten Electric Guest. Nach fünf Jahren gab es endlich ein neues Album und zum ersten Mal sah ich die Band live. Die Freude war groß, als Asa Taccone, der Sänger, energiegeladen auf die Bühne sprang. Auch wenn er nicht sehr groß ist hatte er eine große Bühnenpräsenz und konnte gut Stimmung machen. Er tanzte ausgelassen, bezog das Publikum mit ein und poste für die Leute, die in der ersten Reihe filmten.

Vor "This Head I Hold" sagte er, dass die Leute, die was zu Rauchen dabei hätten, nicht zögern sollten, es zu teilen. Daraufhin hielt jemand was hoch, was er nach einer Weile bemerkte, annahm und weitergab an einen aus der Band. Seine Begründung war, dass er bei Auftritten nicht kiffen würde, da das schnell schiefgehen könne. Da hat er also den richtigen Ton getroffen an diesem Abend.

Die Stimmung war recht ausgelassen und die Mischung der Lieder war einigermaßen ausgeglichen - Neues und Altes. "Oh Devil" war eines der Highlights vom neuen Album "Plural". Live klingt es noch besser und es wurde ordentlich getanzt. Natürlich gab es auch eine Zugabe, doch eine große Überraschung war, dass "American Daydream" nicht gespielt wurde. Hier die Album-Version von "Oh Devil":


Fazit:
Insgesamt war es ein schönes Konzert, man konnte gut tanzen (oder schlecht, wenn man nicht tanzen kann) und beide Bands kamen sehr sympathisch rüber. Allerdings ist es nicht für Leute geeignet, die nur ein Lied der Band feiern. Aber das ist ja meistens so.

Samstag, 8. April 2017

Mustard in Berlin, 10/03/2017


Es war ein später Frühlingsabend und die innere Unruhe führte mich dazu, endlich mal in das "Madame Claude" zu gehen und mich von den Bands des Abends überraschen zu lassen. Leider war ich etwas spät da und habe nur "Mustard" gesehen, aber gelohnt hat es sich trotzdem.

Das Madame Claude ist ein ehemaliges Bordell, das zu einer Bar umfunktioniert wurde und nun verschiedenen Bands regelmäßig eine Bühne bietet. Das Interessante ist, dass die Decke mit Möbeln dekoriert ist und generell einige Dinge kopfstehen. Außerdem gibt es einen Tischkicker. Nun aber zu den Bands.

Am Anfang spielten die "Black Lennons". Zwar konnte ich sie nicht live erleben, aber ich verlinke hier ein Video, fall sich jemand einen Eindruck von der Band machen will. Kleiner Spoiler: Sie sind nicht wortwörtlich die schwarzen Lennons. Es scheint, als würden die Künstler interessante Performances haben.

"Mustard" klang ebenfalls etwas psychedelisch, doch mit einer Portion Sommer und guter Laune aka. Folk und Electro. Bei einigen Liedern wird man wohl nur Spanisch verstehen, was daran liegt, dass manchmal auf Spanisch gesungen wird. Die Band stammt, laut ihrer Seite, aus Madrid und hat einige Zeit in Brighton verbracht. Was man vielleicht bemängeln könnte, ist der ständige hohe Gesang des Sängers, denn seine tiefere Singstimme klingt ebenfalls recht gut. Natürlich will ich euch die Musik nicht vorenthalten, also hier ein Lied mit Video:


Der Auftritt der drei Jungs war angenehm, sie kamen sehr sympathisch rüber. Anfangs haben sich die Gäste nicht getraut zu tanzen, hörten aber gespannt zu und wippten mit. Am Ende saß kaum jemand mehr und es wurde zu lateinamerikanischer Musik getanzt. Nach dem Konzert konnte man sich eine kleine EP bei der Band kaufen, was ich auch tat und nicht bereute. Wer sie online hören will, kann es hier:



Fazit: "Mustard" sind eine Band, die schöne, sommerliche Musik spielen und live gut klingen. Vielleicht kann man sie bald auf Festivals und weiteren kleinen Club-Konzerten erleben. Desweiteren hat mich der Auftritt daran erinnert, dass man öfter mal in kleine Bars und Clubs gehen sollte, um sich die relativ unbekannten Bands anzuhören. Die Stimmung ist meistens recht locker und man kann viel Neues entdecken. Leider hatte ich mein Handy nicht dabei (ja, sowas passiert), deswegen konnte ich weder Fotos von der Band noch von der Location machen. Aber dafür gibt es ja das Internet.