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Dienstag, 8. November 2016

Pumarosa und Glass Animals in Berlin, 07/11/2016

Es ist ein dunkler Novemberabend und vereinzelt stehen Leute vor dem Columbia Theater, in der Hoffnung, Tickets für das ausverkaufte Konzert zu bekommen. Ob sie es geschafft haben? Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, wie das Konzert für mich war. Deswegen für euch: Ein subjektiver Artikel über mein 5. Glass Animals Konzert.


Das Columbia Theater ist überraschend klein, aber ein Vorteil ist, dass der Raum mehrstufig ist, so dass man auch von weiter hinten gut sehen kann und sich, wenn es nicht so voll ist, auf die Stufen setzen kann. Das taten auch viele, aber die meisten setzten sich einfach auf den Boden - bis ein dröhnendes Summen und gedimmte Lichter den Auftritt der Vorband erahnen ließen. Wie kleine Blumen sprossen die Leute aus dem Boden hervor und schauten erwartungsvoll zur Bühne. Pumarosa kamen hervor, sogar recht pünktlich, und legten los.

Im Nachhinein wirkt es auf mich, als sei das Set sehr bewusst zusammengestellt worden: Es begann mit relativ langsamen Liedern, untermalt mit normalen Lichteffekten und endete in rhythmischen Songs, die zusammen mit Stroboskoplicht zum Tanzen ermutigten. Zudem gab es auch ein Saxophon und wenn die Sängerin nicht grade E-Gitarre gespielt hat, dann tanzte sie locker und etwas verrückt, wie auch später Dave, der Sänger von Glass Animals. Insgesamt war die Musik interessant und meiner Meinung nach würde sie perfekt zu einem lauen Sommerabend passen, während man draußen sitzt oder auf einem Festival ist.



Ihr wollt was über die Band wissen? Kein Problem. Der Name hat nichts mit einem rosafarbenem Puma zu tun, wie man vielleicht denken könnte, sondern ist der Name einer Frucht, die es unter anderem in Chile gibt. Chile? Ja, die Sängerin hat dort nämlich ihre Wurzeln. Zusammengewachsen ist die Band jedoch in London und die Früchte ihrer Arbeit wuchsen in Italien heran. Auch wenn es die Band erst seit 2015 gibt, haben sie schon einige interessante Sachen erlebt. Guckt euch einfach deren Website an, da erfahrt ihr alles, was ihr wissen müsst.

Nach der Vorband gab es wie immer die Umbauarbeiten. Wer Bilder von den Auftritten von Glass Animals kennt, hat vielleicht hin und wieder eine hübsch gestaltete Bühne gesehen. Leider geht das nicht überall, denn nicht in allen Veranstaltungsorten gibt es die Möglichkeit, Sachen aufzuhängen oder aufzustellen. Vielleicht hat es auch was mit dem Brandschutz zu tun. Dafür meinten Glass Animals auf Twitter, dass in diesem Fall mehr getanzt wird. Zwar war das Versprechen auf das Paradiso in Amsterdam bezogen, aber auch in Berlin ging die Band ab.


Das Konzert lief wie am Schnürchen, es wurden hauptsächlich Lieder von dem neuen Album "How To Be A Human Being" gespielt und bei der Eigeninterpretation von Kanye Wests "Love Lockdown" lief Dave durch die Menge und performte auf der Theke. Den krönenden Abschluss machte "Pork Soda". Ich habe getanzt so gut es ging, denn es war verdammt eng. Ernsthaft, da wo ich war standen die Leute sehr dicht gedrängt und wir waren fast wörtlich eine Menschenmasse. Erst am Ende gab es ein "Level Up" und ich konnte mich auf einer höheren Stufe retten.

Da ich schon oft über diese Band geschrieben habe, werde ich nicht versuchen, deren Musik zu beschreiben, sondern lieber einige unterhaltsame Momente schildern:

Ein junger Mann wollte Crowdsurfen, was am Anfang auch gut ging. Doch zu seinem Leid standen vorne eher junge, zierliche Frauen, die ihn nicht so gut tragen konnten oder keine Lust hatten, ich weiß es nicht. Zumindest ist er da untergetaucht.

Wie damals in der Kantine am Berghain wollten auch diesmal Leute die Bühne stürmen. Eine, die den Anfang gemacht hatte, wurde jedoch von einem der Mitarbeiter wieder runtergeschickt. Ehrlich gesagt war ich darüber erleichtert, denn diesmal hätte ich es nicht geschafft, mich durchzukämpfen. Ihr glaubt gar nicht, wie voll es vorne war.


Als die meisten bei der Garderobe anstanden, hing Drew, der Gitarrist und Synthesizerist, noch ein bisschen vor der Bühne ab, unterhielt sich mit einigen Leuten und machte Fotos mit ihnen. Da ich sehr schlecht darin bin, interessante Gespräche anzufangen ohne nervös zu sprechen, ließ ich es lieber sein. Außerdem habe ich sowieso schon das, was ich wirklich von der Band wollte: Unterschriften und kleine Zeichnungen in meinem Skizzenbuch, ergattert bei dem Konzert auf dem Dach.

Da spielten sie gerade "Pork Soda"
Fazit
Es ist also passiert: Glass Animals werden immer bekannter und es kommen mehr Leute. Das ist durchaus verdient, aber auch anstrengend, wenn man nicht so gerne durchgängig Körperkontakt mit fremden Leuten hat. Die Performance war gut, nur leider es gab keine überraschende Elemente und lief recht flüssig ab. Abgesehen von dem kleinen, gleich doppelten Texthänger bei "Pools", was irgendwie auch süß war. Kurz: Spaßig, aber auch stressig, mit coolem Merchandise.

Sonntag, 29. März 2015

Wyoming und Glass Animals in Berlin, 26/03/2015

Langsam erwache ich aus dem Winterschlaf und begebe mich wieder in die Clubs der Stadt, um Konzerte zu erleben. Wobei ich die nächsten paar Tage wohl nicht so viel Zeit dafür haben werde, immerhin sind bald Prüfungen. Für Glass Animals habe ich allerdings immer Zeit.

Das ausverkaufte Konzert wurde vom BangBang Club in das BiNuu verlegt. Auch wenn der Weg nicht weit war, kam ich relativ spät an. Also ungefähr dann, als Wyoming anfingen zu spielen.
An der Garderobe standen sehr viele Leute an. Ich sparte Zeit und Geld und versteckte meine Jacke einfach. Natürlich habe ich vorher alles aus den Taschen geholt. Man weiß ja nie.

Wyoming spielten ganz gut, aber viele Leute schienen sich auf andere Dinge zu konzentrieren. Zum Beispiel darauf, was sie mit ihren Jacken machen sollten. Solche Probleme hatte ich nicht, deswegen konnte ich mich auf die Performance fokussieren.
Der Musikstil tendierte schon in Richtug Glass Animals, allerdings ist er etwas verträumter und nicht ganz so verrückt.
Und auch wenn es nicht so klingen mag – die Band kommt aus Deutschland. Nicht aus Wyoming. Und auch wenn David Stieffenhofer, der Sänger/Bassist,  dunkel geschminkte Augen hat und schwarz angezogen ist – er schien nicht schlecht gelaunt zu sein. Er tanzte sogar auf der Bühne.
Nach dem Konzert konnte man sich am Merchandise-Stand Aufkleber, Musik und Autogramme von den drei Jungs holen.

Hört euch die Band an, damit ihr später sagen könnt: „Ich kannte die schon vorher!“.




Grünes Licht, Vogelgezwitscher und andere Dschungelgeräusche läuteten den Headliner des Abends ein. Leider war die Bühne nicht so toll dekoriert wie bei einigen anderen Shows, aber es gab immerhin einen Teppich.
Als die Band auf die Bühne kam, gab es lauten Gejubel. Also wirklich laut. Dann wurde „Black Mambo“ gespielt.
Dave Bayley, der Sänger, schien echt gut drauf gewesen zu sein. Er tanzte und hatte ständig ein Lächeln im Gesicht. Leider sprach er nicht so viel mit dem Publikum, aber dafür kam später noch was.

Eines der Highlights war natürlich „Gooey“. Das Lied ist so ziemlich das bekannteste von ihnen, mein Blog hat bestimmt auch sehr viel dazu beigetragen. Ganz bestimmt. Zumindest tanzten so ziemlich alle und die Lichter waren echt cool. Wie Funken erstrahlten sie die Gesichter der tanzenden Menge.
Es gab eine kurze Pause, wie immer. Die Leute hörten nicht auf zu klatschen und zu jubeln. Die Band kam wieder auf die Bühne. Die Coverversion von Kanye Wests „Love Lockdown“ wurde gespielt. Dave kam von der Bühne und performte zwischen den Leuten. Dabei leuchteten die Lichter der Diskokugel wie die Augen der Fans. Ich war übrigens auch ganz nah dran.
„Pools“ war der krönende Abschluss des Abends, man musste einfach tanzen. Und wieder mal ein Konzert, das eigenlich viel zu kurz war.

Insgesamt lässt sich sagen, dass Glass Animals eine sehr lockere Ausstrahlung haben und echt lässig sind. Die Lieder klingen live nicht so verwoben wie auf dem Album, aber die Stimmung bleibt erhalten. Es wurde übrigens auch „Exxus“ gespielt, was mich sehr gefreut hat.

Auch wenn ich schon oft Lieder der Band präsentiert habe, für die, die die Musik noch nicht kennen:


Dienstag, 24. Juni 2014

Glass Animals on a roof terrace two weeks ago in Berlin and this is a long title but that's your problem

Once upon a time, one of my favourite bands played a gig on a roof. It was a sweat-inducing show. Only because the sun shone relentlessly, of course. Everybody else was cool.

Glass Animals are one of those bands I always wanted to see live, but there were always some unexpected obstructions preventing it to happen. Until now. Or then. It’s been two weeks already.
We have this radio station called FluxFM here in Berlin that sometimes organises concerts on the roof terrace of its quarter. When they announced Glass Animals as one of their acts, it was clear to me: I will go there, even if I have to climb up the wall. Fortunately I didn't have to climb. My arms are pretty weak.

So it was a nice summer evening, cool people with sunglasses were chilling and we had a nice view of the city. Oh, and wonderful music as well.
The first song was “Gooey”, probably Glass Animals' best known. Then they played “Pools”, a catchy, tropical song but not as cool as “Walla Walla”. I just realised that “Walla” reminds me of “Walla, isch schör, Digga!” – something that some people say here in Berlin. Back to the song - that percussion! You just have to move and release your inner belly dancer.


The show took 40 minutes and Glass Animals also played some of their old stuff, like “Psylla”. I hope to see/hear them perform “Exxus” one day. I fucking love this song. And the video, though it’s a little special.
Maybe it comes unexpected, but I really enjoyed the show. And in a dark club with some colourful lights and a lot of smoke (from a smoke machine) the atmosphere of the songs would be even more emphasised.

The guys themselves seem to be pretty nice. I even got them to draw something into my idea book. So in case they read this: Thanks for the pictures & keep on making music for at least 20 years! Otherwise…
During the show Dave Bayley (I used to confuse it with “Baileys”) made compliments to the audience, like: “You all look very cool with your sunglasses. We've never played in front of such a cool crowd before.” And no, it wasn’t irony. He also recommended to us to get some ice cream. But I didn't.

Finally, I have some pictures for you. If you want to see some more hipsteresque ones, go to the German article. Enjoy the view!


the band without the drummer


the drummer (Joe) without the band


talking 'bout ice

multitasking Drew: synthesizer, guitar & backing vocals


Ed Singer is not the singer (haha), but multitasking, too


cool shirt (and more multitasking)
that's it
♥

Mittwoch, 11. Juni 2014

Glass Animals auf einem Dach in Berlin, 10/06/14

Es ist kein Geheimnis, dass Glass Animals einer meiner Lieblingsbands ist. Ich habe sie mir eigentlich nur angehört, weil ich das Cover ihrer EP „Glass Animals“ cool fand. Dass die Band an sich auch nicht schlecht aussieht, ist mir damals noch gar nicht bewusst gewesen. Ok, ich könnte hier noch ganz viel erzählen, aber dann wäre die Einleitung zu lang.

An einem schönen Sommertag begab es sich, dass der Radiosender FluxFM die Band Glass Animals bei sich auf der Dachterrasse spielen ließ. Diese Chance wollte sich ein junges Mädchen nicht entgehen lassen und somit machte es sich mit einer Freundin auf den Weg in das Herz Berlins.
Sie hörten den Soundcheck schon von Weitem und betraten einen antiken Fahrstuhl. Nach fünf Minuten waren sie oben. Mit der Treppe hätte es nur 42,7 Sekunden gedauert, doch die Zeit drängte nicht.

Obwohl es bereits 18 Uhr war, schien die Sonne erbarmungslos auf die kleine Menschenmenge herab. Die Band hatte Glück, sie standen im Schatten. Warm war ihnen trotzdem. Oder sie tragen aus Prinzip keine Schuhe.
Lauter Applaus, kurze Begrüßung und dann spielten Glass Animals ihr wohl bekanntestes Lied – „Gooey“. Darauf folgte das sommerlich-tropische „Pools“. Weiter konnte ich mir die Reihenfolge nicht merken. Nur noch, dass „Walla Walla“ am Ende gespielt wurde. Dieses Lied hat richtig coole Trommeln. Wir hätten dazu wahrscheinlich beim Bauchtanz getanzt, wenn der Song damals schon existiert hätte.
Insgesamt spielten sie ca. 40 Minuten, sowohl alte als auch neue Stücke. Von mir aus hätten sie ruhig alle spielen können. Oder zumindest noch „Exxus“. Aber ich sollte mich nicht beklagen.




Zwischendurch erzählte der Sänger Dave Bayley (nicht Baileys) einige Dinge. Zum Beispiel, dass das Publikum ziemlich cool aussähe mit den Sonnenbrillen und dass es so warm sei, dass sein Eis geschmolzen wäre. Und dass jeder später noch ein Eis essen sollte.
Generell war die Band locker drauf, sie haben sich sogar auf der Gästeseite meines Ideenbuches eingetragen.
Das Konzert war ebenfalls entspannt, allerdings würde ein dunkler Club mit bunten Lichtern und Nebelmaschinennebel auch sehr gut zur Musik passen. Mit richtig viel Nebel.

Hier noch einige Bilder, die ich gemacht habe. Sie sind ein bisschen hipster-mäßig bearbeitet, bei der englischen Version (die ich irgendwann noch schreiben werde) kommen dann die „normalen“ hin. 


alle außer der Drummer

der Drummer (Joe) ohne alle


Edmund Irwin-Singer ist trotz seines Namens nicht der Sänger. Haha. Ha.


Gitarrist & Synthesizerist in einem - Drew


Dave spielt Gitarre und läuft dabei



Und er singt auch noch!


das war übrigens die Aussicht
Happy End ♥

Freitag, 28. Februar 2014

Lied des Monats - Februar '14

In dieser Rubrik werde ich mich immer am letzten Tag des Monats einem neuen Lied widmen, welches irgendwie meine Aufmerksamkeit erregt hat - was nicht unbedingt positiv sein muss. Diesmal aber schon.

Ich war erst am überlegen, ob ich über Klaxons oder Glass Animals schreiben soll. Letztendlich habe ich mich für das Oxforder Quartett Glass Animals entschieden.
Leute, die mich einigermaßen kennen, wissen, dass ich diese Band unglaublich cool finde. Allerdings haben sie noch nicht so viel rausgebracht (bisher zwei EPs) und dementsprechend war die Freude groß, als am 13. Februar ein neues Lied veröffentlicht wurde. Yesssss.

Der Song heißt ,,Gooey“ (dt: klebrig, zähflüssig, schnulzig) und klang beim ersten Hören magisch-mysteriös. Wenn man auch auf den Text achtet, dann  klingt es außerdem leicht verrucht.  
Das Lied an sich beginnt eher ruhig und steigert sich Stück für Stück. Am Ende gibt’s einen Break und dann – BÄM – kommt wieder der melodische Refrain, der sich schnell im Kopf festsetzt. Es ist ein abwechslungsreiches Lied und David Bayleys zum Teil gehauchter Gesang bringt zusätzlich Spannung rein. Seine normale Stimme ist in echt übrigens nicht so hoch.
Insgesamt wirkt der Track zähflüssig und man kann sich gut dazu bewegen. Das sieht man auch im Musikvideo, doch Vorsicht: es ist etwas…speziell. Andererseits sind das so ziemlich alle Videos von Glass Animals.
Hört euch ,,Gooey“ hier an:



Falls ihr noch ein paar Fakten zum Lied wollt:
Es wurde von David Wrench abgemischt, der unter anderem auch für bzw. mit Everything Everything, Caribou und Bat For Lashes gearbeitet hat.
Gemastered wurde alles von Mandy Parnell, die auch auf ,,Coexist“ von The xx und Mount Kimbies’ ,,Cold Spring Fault Less Youth“ Einfluss hatte.
Die Regisseure von ,,Gooey“ sind The Apiary. Man kann sich das Video unter anderem hier auch in Deutschland ansehen. 
Wann endlich ein ganzes Album rauskommt? Irgendwann 2014.


Fazit: ,,Gooey“ ist ein geschmeidiges, aufregendes Lied mit magischer Atmosphäre und neckischem Refrain. Es ist wie eine fluoreszierende Schlange, die sich durch eine dunkle, samtige Masse schlängelt (falls sich jemand einen Tiervergleich wünscht). Mir gefällt es, doch mein Herz ist an ,,Exxus" ,einem früherem Song, vergeben.