Hallo Mitmenschen, ihr habt einen Grund zur Freude: Ein neuer Artikel ist da und er enthält sogar zehn Bilder. Unglaublich, aber wahr. Heute geht es um ein kulturelles Event, das jeder in Berlin kennen müsste.
Zum 20. Mal fand der Karneval der Kulturen in Berlin statt. Dabei war es dieses Jahr gar nicht so sicher, ob es ihn wirklich geben würde, denn mit den Organisatoren gab es einige Probleme. Dank einer Petition und vielen Leuten, die sich für den Karneval einsetzten, fand das Fest dann doch noch statt.
Vom 22.5. – 25.5.2015 gab es ein großes Angebot an Dingen aus verschiedenen Ländern der Welt – Essen, Trinken, Musik, Souvenirs – und über eine Millionen Leute kamen, um dies auszukosten. Das Wetter war wunderschön, vor allem am Sonntag, als der Umzug anstand.
Ich war nur an dem Tag da und habe mir am Abend mit einigen Freunden den Umzug angesehen. Allerdings waren wir zu erschöpft um den ganzen Umzug, im wahrsten Sinne des Wortes, durchzustehen, da wir ja schon den halben Tag rumgelaufen sind. Nichtsdestotrotz (cooles Wort) habe ich einige Bilder machen können.
Freut euch nun auf einpaar Sambatänzerinnen, einen Froschkönig und andere Teilnehmer. Leider hatte ich einen etwas ungünstigen Platz, dennoch sehen die Bilder gar nicht mal so schlecht aus. Ein bisschen filtern und schon hat man ein künstlerisches, professionell anmutendes Werk.
Langsam erwache ich aus dem Winterschlaf und begebe mich
wieder in die Clubs der Stadt, um Konzerte zu erleben. Wobei ich die nächsten
paar Tage wohl nicht so viel Zeit dafür haben werde, immerhin sind bald
Prüfungen. Für Glass Animals habe ich allerdings immer Zeit.
Das ausverkaufte Konzert wurde vom BangBang Club in das
BiNuu verlegt. Auch wenn der Weg nicht weit war, kam ich relativ spät an. Also
ungefähr dann, als Wyoming anfingen zu spielen.
An der Garderobe standen sehr viele Leute an. Ich sparte
Zeit und Geld und versteckte meine Jacke einfach. Natürlich habe ich vorher
alles aus den Taschen geholt. Man weiß ja nie.
Wyoming spielten ganz gut, aber viele Leute schienen sich
auf andere Dinge zu konzentrieren. Zum Beispiel darauf, was sie mit ihren
Jacken machen sollten. Solche Probleme hatte ich nicht, deswegen konnte ich mich
auf die Performance fokussieren.
Der Musikstil tendierte schon in Richtug Glass Animals, allerdings ist
er etwas verträumter und nicht ganz so verrückt.
Und auch wenn es nicht so klingen mag – die Band kommt aus
Deutschland. Nicht aus Wyoming. Und auch wenn David Stieffenhofer, der Sänger/Bassist, dunkel geschminkte
Augen hat und schwarz angezogen ist – er schien nicht schlecht gelaunt zu sein.
Er tanzte sogar auf der Bühne.
Nach dem Konzert konnte man sich am Merchandise-Stand
Aufkleber, Musik und Autogramme von den drei Jungs holen.
Hört euch die Band an, damit ihr später sagen könnt: „Ich kannte
die schon vorher!“.
Grünes Licht, Vogelgezwitscher und andere Dschungelgeräusche
läuteten den Headliner des Abends ein. Leider war die Bühne nicht so toll
dekoriert wie bei einigen anderen Shows, aber es gab immerhin einen Teppich.
Als die Band auf die Bühne kam, gab es lauten Gejubel. Also
wirklich laut. Dann wurde „Black Mambo“ gespielt.
Dave Bayley, der Sänger, schien echt gut drauf gewesen zu
sein. Er tanzte und hatte ständig ein Lächeln im Gesicht. Leider sprach er
nicht so viel mit dem Publikum, aber dafür kam später noch was.
Eines der Highlights war natürlich „Gooey“. Das Lied ist so
ziemlich das bekannteste von ihnen, mein Blog hat bestimmt auch sehr viel dazu
beigetragen. Ganz bestimmt. Zumindest tanzten so ziemlich alle und die Lichter
waren echt cool. Wie Funken erstrahlten sie die Gesichter der tanzenden Menge.
Es gab eine kurze Pause, wie immer. Die Leute hörten nicht auf
zu klatschen und zu jubeln. Die Band kam wieder auf die Bühne. Die Coverversion
von Kanye Wests „Love Lockdown“ wurde gespielt. Dave kam von der Bühne und
performte zwischen den Leuten. Dabei leuchteten die Lichter der Diskokugel wie
die Augen der Fans. Ich war übrigens auch ganz nah dran.
„Pools“ war der krönende Abschluss des Abends, man musste
einfach tanzen. Und wieder mal ein Konzert, das eigenlich viel zu kurz war.
Insgesamt lässt sich sagen, dass Glass Animals eine sehr
lockere Ausstrahlung haben und echt lässig sind. Die Lieder klingen live nicht
so verwoben wie auf dem Album, aber die Stimmung bleibt erhalten. Es wurde
übrigens auch „Exxus“ gespielt, was mich sehr gefreut hat.
Auch wenn ich schon oft Lieder der Band präsentiert habe,
für die, die die Musik noch nicht kennen:
Schon seit Wochen war das Konzert im Astra ausverkauft. Kein
Wunder, denn mit „Plansch“ und „Maschin“ fingen Bilderbuch seit 2013 langsam
aber sicher an, aus der österreichischen Musikszene aufzutauchen und mit ihrer
Musik zu uns rüber zu schwappen.
Ich habe was gelernt: man muss nicht immer früh da sein, um
nah an die Bühne zu kommen. 30 Minuten vor Konzertbeginn hab ich mir noch ne
Pizza gegönnt, war also 10 Minuten vorher da. Am Anfang war der Platz super,
dann fing es plötzlich an, komisch zu riechen. Nach einer Weile wieder. Doch
nachdem zwei Leute sich von der Stelle entfernt hatten, kam dies nicht mehr
vor.
Zuerst spielte Adi Ulmansky, oder einfach nur Adi. Egal
womit ihr „Adi“ bisher assoziiert habt, jetzt sollte es sich dabei um die
Musikerin aus Israel handeln. Sie verbindet verschiedene elektronische Beats
miteinander und singt dazu.
Ihr Name stand in Leuchtschrift auf oder Bühne, davor stand
sie selbst, machte Musik, sang und bewegte sich dabei. Dazu gab es bunte
Lichter. Also so ziemlich genau das, was ich auch machen würde, hätte ich das
Zeug dazu.
Der Musikstil war ein ganz anderer als der von Bilderbuch,
was etwas überraschend war. Nichtsdestotrotz klang es ganz cool. Man konnte
sich zu der Musik bewegen und sich schon mal einstimmen. Adi war außerdem echt
nett zum Publikum, am Ende gab es noch ein Gruppen-Selfie und sie ließ sich von
einem kurzen Aussetzer der Technik nicht aus dem Takt bringen. Ein kleiner
Eindruck:
Als nächstes spielten Olympique, ebenfalls eine
österreichische Band. Ihre Musik war rockig, aber nicht unbedingt tanzbar. Sie
spielten gut, doch irgendwie fehlte was. Selbst das öftere erwähnen von
Bilderbuch brachte die Menge nicht unbedingt zum toben.
Auf YouTube klingen sie zumindest besser, vielleicht lag es
also einfach nur am Sound.
Hier ein Video, das an interessanten Orten gedreht wurde:
Nach diesen zwei Vorbands war es Zeit für Bilderbuch. Diesmal
trug Maurice, der Sänger, ein fancy Hemd, vielleicht nicht aus Seide, aber wohl
aus den 80ern. Die Menge erwachte zum Leben, der Bass fing an zu beben.
Maurice bewegte sich lasziv zu seinem Gesang, später tanzte
er außerdem im Publikum mit. Michael Krammer (der ein bisschen aussah wie der
Sänger von The 1975) gab einige tolle Gitarrensoli, sogar über seinem Kopf. Bei
„Softdrink“ kam am Ende ein Rapper auf die Bühne. Die Leute gingen seiner
Meinung nach nicht genug ab, also wiederholte er seinen Part. Diesmal schien er
zufrieden zu sein. Und noch eine interessante Sache: bevor „Spliff“ gespielt
wurde, ließ die Nebelmaschine noch mal ordentlich Dampf ab.
Nach „Maschin“ verschwand die Band von der Bühne. Und klar,
das Lied wär ein epischer Abschluss für ein tolles Konzert gewesen, doch Zugabe
muss sein. Nach „Kopf Ab“ und „OM“ war es endgültig vorbei.
Insgesamt sind Bilderbuch eine Band zum Tanzen. Ich hatte
etwas Pech, vor mir stand ein Baum, doch das hielt mich nicht davon ab, die
Musik zu feiern. Ein altes Lied:
Es war der letzte Freitag im Februar und mein erstes Konzert
des Jahres. Die Freude war groß, als ich mich auf den Weg zum BangBang Club
machte. Nachdem ich leider nicht beim The Libertines-Konzert war, konnte ich nun zumindest
Carl Barât zusammen mit den Jackals live hören.
Doch zwischen Einlass und Spielbeginn verging einiges an
Zeit, denn es gab noch zwei Vorbands.
Zuerst spielten SLVR FURS, eine Band aus Australien, die
etwas verrückt aussieht und ziemlich psychedelische Musik macht. Sie besteht
aus Coco Purs und Joel Chant. Von ihrem Auftritt habe ich leider nur das Ende
mitbekommen, deswegen kann ich nicht viel mehr dazu sagen. Hört hier:
Nach einer kurzen Umbaupause war Todd Dorigo an der Reihe. Mein
erster Gedanke war „Schulband“. Sie sahen nämlich wirklich aus wie so eine
Schulband bei einem Schulkonzert oder Talentwettbewerb, wie sie da in Jacketts
vor einem roten Samtvorhang standen, Rockmusik spielten, alle ziemlich jung. Außerdem
hatte der Sänger auch noch coole Haare und eine coole Stimme. Würde man sie ein
bisschen hypen, dann könnte das wieder so eine erfolgreiche Boyband werden.
Mittlerweile war der Club ziemlich voll, das Konzert war
ausverkauft. Die Jungs kamen gut an, die Lieder hatten meist schöne Melodien. Falls
ihr euch selbst ein Bild machen wollt, hier ein Video. Von der Haarpracht und der Musik könnt
ihr euch ansonsten auch so überzeugen:
Zu guter letzt kamen Carl Barât & The Jackals auf die
Bühne. Es herrschte eine euphorische Stimmung im kleinen Club. Es wurden auch
Lieder von The Libertines und Dirty Pretty Things (ein anderes Bandprojekt von
Carl) gespielt, die das Publikum meist auch kannte. Vor allem bei „Bang Bang,
You’re Dead“ kam Jubel.
Zwischenzeitlich verschwanden The Jackals von der Bühne und
Carl Barât spielte alleine auf der Gitarre. Es klang sehr schön, die Leute
sangen zum Teil mit.
Als die restliche Band zurück auf die Bühne kam, war Schluss
mit Ruhe und die Musik wurde wieder wilder. Mein persönliches Highlight war „Glory
Days“, weil ich diesen Gitarrenriff einfach liebe.
Was ist noch so passiert? Ein Gast hatte Carl Barât einen
Shot gereicht, den er geext hatte. Es wurde ein T-Shirt in die Menge geworfen
und ein Plektrum. Sowas ist immer etwas riskant, könnte ja sein, dass die Leute
sich dann darum prügeln. Doch alles blieb friedlich.
Es gab eine Zugabe, doch trotzdem war das Konzert gefühlt zu
kurz. Allerdings haben die Jungs echt gut gespielt und sahen etwas erschöpft
aus, deswegen ist es ok. Meiner Meinung nach klangen Carl Barât & The
Jackals live sogar besser als auf dem Album.
Für Libertines-Fans, die die Band nicht sehen konnten, kann
ich nur empfehlen, auf ein Konzert von Carl Barât & The Jackals zu gehen.
Nun eine akustische Version von "Glory Days". Der Riff ist trotzdem toll ♥
Und so klingen sie auf dem Album (leider hab ich keine einbettbare Soundcloud-Datei gefunden):
Oh. Hab dieses Jahr ja noch gar keine Musik vorgestellt. Das
muss ich sofort nachholen. Ihr bekommt jetzt eine kleine Ladung Musiker, die
man nicht unbedingt kennt. Zumindest kannte ich sie nicht. An dieser Stelle
danke ich Triple J für deren Hottest 100 Liste, durch die ich auf einige der
Künstler gekommen bin (hihi). Dies ist Teil 1.
Ben Khan Laut last.fm besteht eine „sehr große Ähnlichkeit“ mit Glass Animals. Naaaaja. „Youth“ erinnert eher an The 1975. Tatsächlich dachte ein The
1975 Fan am Anfang es sei ein neues Lied seiner geliebten Band. Bis der Gesang
begann.
Wie bei Glass Animals ist jedes Lied äußerst Facettenreich,
das sollte wahrscheinlich die „sehr große Ähnlichkeit“ sein, doch wirkt es bei
Ben Khan nicht weich und geschmeidig sondern aufgekratzt und stark. Einschlafen
kann man dabei wohl nicht. Höchstens sich wie in Trance dazu bewegen.
Ich würde euch gerne die ganze E.P. präsentieren, denn Ban Khan kann was. Am coolsten finde ich „Savage“, vor allem zwischen 1:27 und 1:31.
Vielleicht ist „Maybe“ kein außergewöhnliches Lied: Eine Mischung
aus elektrischer Musik und einem Akustik-Instrument (hier: Klavier), dazu immer
der gleiche Gesang, eine Frauenstimme und plötzlicher Dubstep. Könnte sein, dass das Video nicht gerade künstlerisch wertvoll ist: eine voluminöse Frau fährt Fahrrad, später wird sie von einem Typen im
Anzug auf einem Fahrrad durch eine sonnige Strandpromenade kutschiert und pöbelt dabei etwas rum. Doch ich finde es cool. Besonders, als sie dem Kind das
Eis aus der Hand schlägt. Macht mich das zu einem schlechten Menschen?
Ich habe mir nur dieses Lied komplett angehört, aber
wahrscheinlich ist der Rest von Carmada auch nicht schlecht. Wenn ihr nur hören
und nicht sehen wollt, klickt hier.
Zu guter letzt noch Zhu, ebenfalls aus dem Bereich der
elektronischen Musik. Der dürfte nicht ganz so unbekannt sein, „Faded“ hab ich
schon im Radio gehört und ein Zitat davon bei tumblr gesehen. Doch es gibt noch
andere tolle Lieder.
Zum Beispiel „Superfriends“, ein dunkles und aufgeladenes
Lied. Ein verzerrter, tiefer Sprechgesang und eine hohe, singende Stimme, die
sagt „Uh b-b-b-b-baby, we could be superfriends“. Meiner Meinung nach ein gutes
Club-Lied, auch wenn etwas an Wärme fehlt.
Dann gibt es da noch „Paradise Awaits“. Diesmal steht die hohe Stimme im Vordergrund und die Stimmung ist etwas heller.
Genug elektronische Musik für heute. Bald (oder auch nicht bald) stelle ich euch ganz andere Musik vor. Bis demnächst ♥