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Dienstag, 2. Dezember 2014

Lied des Monats - November '14

Hallo Freunde, Stalker und alle anderen. Ich glaube, ich werde immer eine Ausrede für meine wenigen Artikel finden. Momentan ist Klausurzeit. Darauf folgen Weihnachten und Neujahr. Für Januar wird mir auch was einfallen. Aber im Dezember werde ich über mindestens zwei Konzerte schreiben. Ischör.

Das Lied des Monats ist so frisch, es könnte auch „Lied der Woche" heißen. Es ist von Sizarr und heißt „Scooter Accident", ist aber alles andere als ein Unfall (hahaha).
Das Video ist eine Anspielung auf den Film „The Place Beyond the Pines“ (mit Ryan Gosling, Bradley Cooper und Eva Mendes). Ich will nicht spoilern, aber so viel sei gesagt: Ein Typ mit Lederjacke läuft etwas wütend aussehend durch einen Jahr- bzw. Weihnachtsmarkt, geht zu seinem Motorrad, fährt weg und dann passiert was dramatisches.

Das Lied passt sehr gut zum Video, sowas kommt nicht immer vor.
Es beginnt ruhig, mit Fabian Altstötters Stimme, die Fragen stellt. Kurze aufregende Unterbrechung ohne Gesang, wieder ruhig, wieder Fragen, wieder aufregende Unterbrechung und dann geht’s richtig los. Im Video passiert zu dem Zeitpunkt auch was Neues.
Generell gibt es im Lied ein Spiel zwischen Ruhe und Unruhe. Am dramatischen Ende erklingen dann auch leicht quietschige, dramatische Töne.

Es wurde zwar schon oft gesagt, aber Sizarr sind einfach eine deutsche Band, die alles andere als deutsch klingt. Träumerische Klänge und eine leicht samtige, gefühlvolle Stimme macht Sizarr zu einer Band mit hohem Wiedererkennungswert.

Das nächste Album erscheint Ende Februar, hier könnt ihr schon „Scooter Accident“ hören und sehen:

Samstag, 1. November 2014

Lied des Monats - Oktober '14

Der Sommer hat sich dem Ende zugeneigt, die Sonne ihre letzte Wärme verteilt. Da passt kein schnelles, aufgedrehtes Lied. Da passt Lana Del Rey.

Einige werden jetzt sicher sagen: „Ey, nicht die. Die kennt doch jeder. Mach mal nicht so’n Mainstream-Zeug. Ich will ’ne Indie-Band!“ Keine Sorge, ich werde früher oder später noch einige Bands vorstellen. Aber heute ist dieses Lied dran. Man kann es nur auf diversen Videoplattformen finden, nirgendwo kaufen. Und das, obwohl es so ein „Mainstream-Zeug“ ist.

„Never Let Me Go“ ist der Titel dieses Songs. Es ist so ein gemütliches, langsames Lied und klingt ziemlich alt. Liegt wohl am langsamen Rhythmus, dem Lo-Fi-Sound und dem fehlenden Synthesizer. Außerdem können die meisten Leute es nicht über den Handylautsprecher abspielen. Probiert’s mal aus.
Der Text handelt von einer großen Liebe und den Wunsch, mit der geliebten Person ein aufregendes Leben zu führen. Kein ungewöhnliches Thema bei Lana Del Rey. Allerdings hat es einen hoffnungsvolleren Ton als viele ihrer anderen Lieder, z.B. Gods and Monsters oder Carmen.

Insgesamt hat das Lied eine sanfte, süße und kuschlige Art. Ja, das klingt ziemlich mädchenhaft, aber was soll's. Man kann damit gut vor dem kalten Herbst fliehen. Oder halt nicht. Hört einfach zu:

Dienstag, 30. September 2014

Lied des Monats - September '14

Ha. Diesmal erscheint der Artikel pünktlich. Und, wow, ich hab diesen Monat bereits zwei veröffentlicht. Ich bin ja extrem fleißig. Okay, Einleitung abgehakt, jetzt zum eigentlichen Thema. Oder auch nicht.

Bis jetzt gab es noch keine weiblichen Stimmen in dieser Kategorie. Das muss sich ändern und das ändert sich jetzt. Ich präsentiere: As Animals. Es hat nichts damit zu tun, dass der Name an „Glass Animals“ erinnert. Ehrlich.

Anfang September fand ja die Berlin Music Week statt, dazu das First WeTake Berlin Festival (FWTB) und das Berlin Festival. Beim FWTB spielten neben Catfish and The Bottlemen, Wolfman, Zoot Woman und Fickle Friends auch As Animals.
Der Auftritt war echt toll. Zara hat eine starke Stimme, deswegen ist sie wahrscheinlich auch die Sängerin der Band. Wäre zumindest eine logische Schlussfolgerung. Außerdem hat sie auch getanzt und stand nicht wie so ein Lautsprecher auf der Bühne. Aaaaaaber ich rede hier ja vom Auftritt, nicht von dem Lied.

„I See Ghost (Ghost Gunfighters)“ ist wohl das bekannteste Lied dieser noch unbekannten französischen Band. Deswegen bekommt ihr das jetzt auch zu hören. 
Es klingt etwas dramatisch, aber nicht übertrieben. Zudem ist die Stimme echt abwechslungsreich. Mitsingen ist dadurch zwar nicht unbedingt einfach, beim Refrain klingt man ein bisschen wie ein Hamster, der zerquetscht wird, aber das Lied ist dadurch interessanter. Also durch die Abwechslung. Generell sind As Animals vielseitig (aber nicht sehr vielsaitig, haha), was die Musikrichtungen betrifft.

Hier könnt ihr mitsingen:

Montag, 1. September 2014

Lied des Monats - August '14

Ich bin ins berühmt-berüchtigte Sommerloch gefallen, deswegen konnte ich so lange nicht schreiben. Doch jetzt bin ich wieder da und die Entscheidung für diesen Monat fiel echt nicht leicht.

Im Rennen standen Alt-J mit „Every Other Freckle“ und Trailerpark mit „Bleib in der Schule“. Aber ich bin kein Hipster und außerdem beginnt für viele berliner Erstklässler am 1.September die Schule, deswegen fand ich das Lied von Trailerpark am Ende passender. Natürlich ist es auch für ältere Leute geeignet.

Kommen wir nun zum Lied.
Wie so oft geht es auch in diesem Trailerpark-Song um Arzneimittel, körperliche Liebe, Gesellschaftsprobleme und das Leben eines Superstars. Das alles ist verpackt in einem unkomplizierten Beat, man kann den Text deutlich verstehen  und viele Jugendliche können was mit der Hook verbinden. Am Ende gibt es außerdem ein kleines Gitarrensolo.
Ein cooler Song mit coolem Text, auch wenn ich das über viele Lieder sage.

Im Dezember erscheint das Album „Crackstreet Boys 3“. Wer es will, sollte schneller sein als die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. Nur so ein Tipp.
Da ist das Video und hier das Lied: 

Dienstag, 1. Juli 2014

Lied des Monats - Juni '14

Der Juni ist vorbei, die Sommerferien zum Greifen nah. Alt-J haben ein neues Lied rausgebracht, welches ein Miley Cyrus-Sample enthält und Lana Del Rey ein ganzes Album, ohne Miley Cyrus-Sample. Doch das interessiert hier nicht.

Diesmal ist das Lied des Monats von Felt Tip und heißt ,,Simple Things“. Von alleine wäre ich sicher erst spät auf die Band gekommen, wenn überhaupt. Glücklicherweise hat mir so’n komischer Hipster-Typ die gezeigt und das Lied blieb mir im Gedächtnis.

Wenn man den Bandnamen bei Google eingibt, kommen nur Bilder von Filzstiften. Setzt man hinten noch „Band“ an, werden verschiedene Bands angezeigt. Kompliziert, kompliziert.
Nun aber zum Lied.

Es beginnt und endet gleich, also könnte man ganz einfach einen Loop erstellen, wenn man einen der Teile wegschneidet. Das Intro/Outro ist ruhig, mit Fokus auf die leicht traurige Stimme von James Tyler und gedämpfter Gitarre im Hintergrund.
Dann boom, die Gitarre springt nach vorne, der Song wird lässig, es wird wieder gesungen und alles klingt verdammt cool. Dann zieht sich die Gitarre vorübergehend zurück, es bleibt immer noch cool. Naja, und nach fast 4 Minuten ist alles vorbei.
Im Video wirkt vor allem der Sänger ein bisschen wie ein Zombie-Vampir, aber mit Stil. Auch die anderen Videos haben einen leicht unheimlichen Beigeschmack.

„Simple Things“ ist ein Lied, das live bestimmt richtig gut ankommt. Ein tanzbarer Rhythmus, eine leicht einprägsame Melodie und am Ende singt das Publikum mit, dann hat man einen wunderbaren Ausklang für ein Konzert. Man, ich will die live sehen.

Vorerst aber nur digital: 

Montag, 2. Juni 2014

Lied des Monats - Mai '14

Wegen eines Fehlers im Raum-Zeit-Systems erscheint dieser Artikel erst jetzt, eigentlich habe ich ihn schon vor Monaten geschrieben. Bevor das Lied überhaupt veröffentlicht wurde. Echt jetzt.

Normalerweise sind ruhige Akustik-Songs nicht so mein Ding: man braucht nur eine schöne Stimme und eine nette Melodie, schon hat man viele Herzen für sich gewonnen. Bis sich der nächste Typ mit Gitarre von seiner melancholischen oder romantischen Seite zeigt. Heutzutage könnte das jeder hinkriegen, vorausgesetzt man besitzt die notwendige Technik oder kennt die richtigen Leute. 
Nichtsdestotrotz (interessantes Wort) hat es so ein Lied auf meine Playlist geschafft und ich werde auch dazu stehen. Es ist von dem Engländer Nick Mulvey, der in Cuba Musik studiert hat, und heißt ,,Cucurucu''.
Am Anfang hört man leise Musik im Hintergrund und Nick Mulvey, der anscheinend eine Geschichte erzählt. Ich würde da bereits weiterschalten, würde sich das Lied nicht noch weiter entfalten. Nach einer Minute kommt endich ein deutlicher Beat und alles gewinnt an Tempo. Also nicht ganz so langweilig wie die 08/15-Akustik-Lieder. Sollte Keine Beleidigung sein.
Zugegeben, mit dem ,,Cucurucu'' wirkt der Song wie ein Kinderlied, aber es ist irgendwie beruhigend und nostalgisch. Nachts, bevor man ins Bett geht, passt das Lied ganz gut. In dem Sinne - gute Nacht.

Diesmal kein Soundcloud:


Mittwoch, 30. April 2014

Lied des Monats - April '14

Leute, es ist Frühling! 
Man könnte sogar denken es sei Sommer. Sonne, Wärme und Feiertage, an denen man nichts machen muss. Zumindest einige von uns.Was passt da besser als ein schönes, sommerliches Lied? Nicht viel.

Das April-Lied ist von Cayucas, einer Band die aus dem sonnigen Kalifornien kommt. Das hört man ihnen an: die Lieder sind unkompliziert, hauptsächlich Gitarre und Schlagzeug, die Texte handeln von Liebe und das Leben an der Küste. Außerdem kann man sich einigermaßen dazu bewegen. Perfekt, um barfuß am Strand entlang zu hüpfen oder Volleyball zu spielen. Sommer Pop halt.

Über die Ästhetik des Covers lässt sich streiten,aber letztendlich geht es sowieso um die Musik. Mein Favorit ist ,,High School Lover''. Und den bekommt ihr hier:


Montag, 31. März 2014

Lied des Monats - März '14

Ja, ich lebe noch, komme allerdings nicht regelmäßig zum Schreiben. Glücklicherweise gibt es noch genug Zeit, um zumindest über das Lied des Monats zu berichten. Diesmal von Junior.

Junior besteht aus dem Songwriter Ian Fisher und dem Musiker/Produzenten Fabian Kalker. Sie lernten sich in Berlin kennen, also kann man sie auch als ein berliner Duo bezeichnen. Yeah, wieder eine coole Band für uns.

,,I Don't Listen Much'' ist sowohl Pop als auch Electronic, passt also super in die Zeit. Den Refrain kann man sich leicht merken und sicherlich kann jeder was damit verbinden. Wer ein Problem mit englischer Fäkalsprache hat, kann beim Mitsingen auch einfach das ,,sh’’ weglassen. It gets a little dark.

Ein weiteres Goldstück in diesem Song ist das Wirrwarr aus ,,need’’ und ,,love’’, welches wie ein langsamer Zungenbrecher daherkommt. Am Ende wird dies nur noch auf Gesang und Beat reduziert, wodurch das ganze nicht verzweifelt sondern ziemlich cool wirkt.

Insgesamt ist es nicht das beste Lied zum Abgehen, dennoch kann man ganz gut dazu tanzen, wie man im Video sieht. Aber letztendlich eignet es sich vor allem zum Mitsingen. Oder halt nicht. Jeder wie er will.

Junior haben bereits Ende Februar ihr Debütalbum Self Fulfilling Prophets rausgebracht. Es ist ein interessantes Album,die Lieder sind abwechslungsreich und nicht überladen. In welche Kategorie man es einordnen könnte? Keine Ahnung, es hat von vielem einbisschen.
Aber zurück zu ,,I Don't Listen Much'' - hier habt ihr das Video. Freut euch auf Teleshopping der besonderen Art.


Freitag, 28. Februar 2014

Lied des Monats - Februar '14

In dieser Rubrik werde ich mich immer am letzten Tag des Monats einem neuen Lied widmen, welches irgendwie meine Aufmerksamkeit erregt hat - was nicht unbedingt positiv sein muss. Diesmal aber schon.

Ich war erst am überlegen, ob ich über Klaxons oder Glass Animals schreiben soll. Letztendlich habe ich mich für das Oxforder Quartett Glass Animals entschieden.
Leute, die mich einigermaßen kennen, wissen, dass ich diese Band unglaublich cool finde. Allerdings haben sie noch nicht so viel rausgebracht (bisher zwei EPs) und dementsprechend war die Freude groß, als am 13. Februar ein neues Lied veröffentlicht wurde. Yesssss.

Der Song heißt ,,Gooey“ (dt: klebrig, zähflüssig, schnulzig) und klang beim ersten Hören magisch-mysteriös. Wenn man auch auf den Text achtet, dann  klingt es außerdem leicht verrucht.  
Das Lied an sich beginnt eher ruhig und steigert sich Stück für Stück. Am Ende gibt’s einen Break und dann – BÄM – kommt wieder der melodische Refrain, der sich schnell im Kopf festsetzt. Es ist ein abwechslungsreiches Lied und David Bayleys zum Teil gehauchter Gesang bringt zusätzlich Spannung rein. Seine normale Stimme ist in echt übrigens nicht so hoch.
Insgesamt wirkt der Track zähflüssig und man kann sich gut dazu bewegen. Das sieht man auch im Musikvideo, doch Vorsicht: es ist etwas…speziell. Andererseits sind das so ziemlich alle Videos von Glass Animals.
Hört euch ,,Gooey“ hier an:



Falls ihr noch ein paar Fakten zum Lied wollt:
Es wurde von David Wrench abgemischt, der unter anderem auch für bzw. mit Everything Everything, Caribou und Bat For Lashes gearbeitet hat.
Gemastered wurde alles von Mandy Parnell, die auch auf ,,Coexist“ von The xx und Mount Kimbies’ ,,Cold Spring Fault Less Youth“ Einfluss hatte.
Die Regisseure von ,,Gooey“ sind The Apiary. Man kann sich das Video unter anderem hier auch in Deutschland ansehen. 
Wann endlich ein ganzes Album rauskommt? Irgendwann 2014.


Fazit: ,,Gooey“ ist ein geschmeidiges, aufregendes Lied mit magischer Atmosphäre und neckischem Refrain. Es ist wie eine fluoreszierende Schlange, die sich durch eine dunkle, samtige Masse schlängelt (falls sich jemand einen Tiervergleich wünscht). Mir gefällt es, doch mein Herz ist an ,,Exxus" ,einem früherem Song, vergeben.