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Montag, 2. Juni 2014

Lied des Monats - Mai '14

Wegen eines Fehlers im Raum-Zeit-Systems erscheint dieser Artikel erst jetzt, eigentlich habe ich ihn schon vor Monaten geschrieben. Bevor das Lied überhaupt veröffentlicht wurde. Echt jetzt.

Normalerweise sind ruhige Akustik-Songs nicht so mein Ding: man braucht nur eine schöne Stimme und eine nette Melodie, schon hat man viele Herzen für sich gewonnen. Bis sich der nächste Typ mit Gitarre von seiner melancholischen oder romantischen Seite zeigt. Heutzutage könnte das jeder hinkriegen, vorausgesetzt man besitzt die notwendige Technik oder kennt die richtigen Leute. 
Nichtsdestotrotz (interessantes Wort) hat es so ein Lied auf meine Playlist geschafft und ich werde auch dazu stehen. Es ist von dem Engländer Nick Mulvey, der in Cuba Musik studiert hat, und heißt ,,Cucurucu''.
Am Anfang hört man leise Musik im Hintergrund und Nick Mulvey, der anscheinend eine Geschichte erzählt. Ich würde da bereits weiterschalten, würde sich das Lied nicht noch weiter entfalten. Nach einer Minute kommt endich ein deutlicher Beat und alles gewinnt an Tempo. Also nicht ganz so langweilig wie die 08/15-Akustik-Lieder. Sollte Keine Beleidigung sein.
Zugegeben, mit dem ,,Cucurucu'' wirkt der Song wie ein Kinderlied, aber es ist irgendwie beruhigend und nostalgisch. Nachts, bevor man ins Bett geht, passt das Lied ganz gut. In dem Sinne - gute Nacht.

Diesmal kein Soundcloud:


Dienstag, 13. Mai 2014

Klaxons in Berlin, 06/05/14

Wow, es ist schon eine Woche her. Wie schnell die Zeit vergeht. 
Das war vor dem Konzert etwas anders. Viel zu früh war ich an einem Dienstagabend bei bzw. in der Kantine am Berghain.
Ein wirklich schöner Ort, gleich neben dem berüchtigten Club. Es gibt mehrere Etagen im Freien, einen Springbrunnen, eine Bar, eine Kantine (!), eine Hollywood-Schaukel und im Sommer ranken sich Rosen an dem alten Gebäude hinauf. Sehr entspannend.

Kurz vor zwölf ging ich in den Veranstaltungsraum. Um kurz vor zwölf ging das Konzert los. Um kurz vor zwölf hörte es auf. Zumindest laut der Uhr, die drinnen hing.
In Wirklichkeit war ich kurz vor neun drin – um neun sollte es anfangen. Eine Vorband gab es nicht und natürlich würden die Klaxons nicht Punkt 21 (in Worten: einundzwanzig) Uhr auf der kleinen Bühne stehen. Das machen Rockstars nicht. Nach einigem Warten kamen sie dann, in glänzenden Outfits, fast wie die Diskokugel.

Bevor ich hier allerdings weiteres zur Show sage, will ich noch einige andere Bemerkungen loswerden:

Ich hatte extra einpaar Leuchtarmbänder mitgebracht, weil ich dachte: ,,Yeah, Party-Harty, wie beim Berlin Festival“. Letztendlich war ich die einzige Person die eins hatte. Hm.
Außedem fiel mir auf, dass viele Leute relativ warm angezogen waren – also langärmlige Sachen. Groooooßer Fehler. Oder halt nicht, wenn man auf Hitze und Schweiß steht.
Die Kantine ist klein. Belüftung gibt es nicht wirklich. Ihr müsst nicht in Röcken hingehen, die wie Gürtel aussehen und auch keine Trägertops tragen, die eigentlich nur aus Trägern bestehen, aber legt wenigstens eure Jacke ab oder zieht den Rollkragenpullover aus. Dieses Leid kann man doch nicht mit ansehen. Auch bei ruhigen Konzerten kann es sehr warm werden.

Zurück zur Show.
Gleich zu Beginn wurde ,, Atlantis To Interzone“ reingeknallt. So begann auch 2013 beim Berlin Festival das Klaxons Konzert. Es ist einfach die Vorspeise, der Appetitanreger. Darauf folgten die neuen Lieder ,,Children Of The Sun" und ,,There Is No Other Time“, mit bunten Lichtern und Diskokugel unterstützt.
Eines der Highlights war – wie könnte es auch anders sein – „Golden Skans“. Die Menge sang und tanzte fröhlich mit, man sah die Freude an der Freude des Publikums im Gesicht des Sängers und selbst die Hitze war vergessen. Ach ja.

Klaxons spielten ungefähr gleich viele neue und alte Songs, zwischendurch wurde der Drummer gedisst und James Righton (der Typ am Keyboard) bewies seine Deutschkenntnisse. Dankeschön.
Als Zugabe gab es ein neues Lied und ganz zum Schluss wurde – ironischerweise – „It’s Not Over Yet“ gespielt. Doch es war wirklich vorbei.

Im Großen und Ganzen war das Konzert gut. Hätte natürlich länger sein können, aber so ist das meistens. Alles hat ein Ende.
Allerdings gefiel mir die Show beim Berlin Festival besser, wie man bereits gemerkt haben könnte. Das hat jedoch mehr mit der Stimmung im Publikum zu tun als mit der Band. Und der Tatsache, dass ich mit meinem Leuchtarmband ganz viele neidische Blicke auf mich zog. Glaub ich.

Wenn ihr die Klaxons kennt und mögt, geht ruhig auf deren Konzerte. Was habt ihr zu verlieren? Ok, Geld und Schlaf, aber was soll’s?
Wenn ihr die Klaxons nicht kennt, dann wagt euch auch ruhig auf ein Konzert. Könnte allerdings etwas verwirrend sein,wenn man erstmal so was wie ,,Atlantis To Interzone“ und dann „There Is No Other Time“ hört. Sie sind nun mal was... besonderes.
Golden Skans ist allerdings ein sehr schönes Lied, vor allem live.

Montag, 12. Mai 2014

Zulu Pearls und Reptile Youth in Berlin, 04/05/14

Ich glaube seriöse und ordentliche Rezensionen sind nicht ganz mein Ding, die überlasse ich lieber den Musikzeitschriften und Zeitungen. Wir sollten etwas mehr Persönlichkeit ins Spiel bringen. Oh, und meine Gutes-Timing-Fähigkeit geht mir auch langsam verloren.

Mittlerweile mag ich Das BiNuu: Es ist leicht zu erreichen, interessant gestaltet – zum Beispiel mit einer halben Diskokugel an der Wand, nicht zu groß und nicht zu klein. Außerdem waren alle bisher erlebten Konzerte dort toll.

Am Anfang waren ziemlich wenige Leute da. Ich war überrascht über die Altersgruppen. Bei einer Band, die live angeblich richtig verrückt ist, hätte ich jüngere Leute erwartet. Aber tatsächlich waren fast alle Anwesenden deutlich älter als ich. Haha.

Als die Vorband – Zulu Pearls – spielten, war noch nicht so viel los. Und das obwohl sie mit Verspätung begonnen hatten. Das Publikum war angenehm angetan, aber nicht überschwänglich begeistert. Alle warteten nur auf das Eine. Oder die Einen. 
In der ersten Reihe stahl ein ausgelassen tanzender Typ jedem die Show. Sogar der Sänger fand ihn bemerkenswert.
Kommen wir nun zu dem Musikalischen. Zulu Pearls klangen ganz in Ordnung. Nicht so verrückt und wild wie Reptile Youth, sondern eher wie eine Band, die man so nebenbei hören kann ohne überdreht zu werden, zum Chillen an einem Sonntagabend.
Es gab einige Probleme bei der Liveshow, man konnte den Sänger nicht genau verstehen. Was allerdings am Mikrofon lag.
Das Album „No Heroes No Honeymoons“ klingt im Vergleich zu dieser einen Show etwas besser, weil die einzelnen Komponenten deutlicher klingen. Aber hört euch lieber selbst einige Songs an und entscheidet. Oder ladet es gleich runter:





Nach einer gefühlten halben Ewigkeit Warten kamen dann endlich die Dänen auf die Bühne. Ich hab keine Ahnung mehr, mit welchem Lied es losging, aber es war sofort gute Stimmung im Club. Natürlich. Was denn auch sonst?
Es war das erste Mal, dass Reptile Youth in der Zusammensetzung spielten, wie sie auch das Album „Rivers That Run For A Sea That Is Gone“ aufgenommen haben. Unnützes Wissen, ich weiß.
Überraschend für mich war, dass der Sänger schon ziemlich früh ins Publikum sprang. Verrückt.
Es wurde wärmer und die Leute tanzten. Sogar die, die anfangs eher elegant gekleidet waren. Verrückt.
Der Sänger sprang wieder ins Publikum, Crowdsurfing, berührte die Diskokugel in der Mitte des Raumes. Verrückt.
Er wurde ja von der Menge gehalten, was beim Crowdsurfing so üblich ist. Auch ich konnte mithalten, allerdings bin ich nur ein kleines schwaches Mädchen und hatte echt Angst, dass er meinetwegen runterfallen würde. Wäre auch passiert, wenn etwas weniger Leute geholfen hätten. Glück gehabt. Hätte unangenehm werden können.

Ich kann leider nicht viel mehr zum Konzert sagen, außer dass es cool war und ungefähr so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Sie sind tatsächlich verrückt. Es wurden viele alte und neue Songs gespielt, wobei die neueren überwogen. Und am Ende natürlich „Speeddance“, als krönenden Abschluss.

Wenn ihr also gerne auf Konzerte abgeht, dann kann ich euch Reptile Youth nur empfehlen. Es sind auch einige ruhigere Lieder dabei, man muss ja zwischendurch mal Luft holen können. Und jetzt: Du dududu dududu dudu....