Montag, 1. Mai 2017

Pale Grey und Electric Guest in Berlin, 25/04/17

Früher kam ich immer zu Konzerten, sobald die Türen offen waren. Mittlerweile bin ich entspannter und erwische meist gerade so rechtzeitig die Vorband. Wobei, so entspannt ist es jetzt auch nicht, wenn man sich extrem beeilt, um die Vorband nicht zu verpassen. Eigentlich bin ich auch nicht entspannter geworden, sondern habe mehr zu tun und gehe somit erst spät los.

Das "Musik & Frieden" an der Warschauer Straße ist zum Glück schnell zu erreichen und war noch nicht sehr voll, als ich gegen 20:20 Uhr eintraf. Die Vorband hatte noch nicht begonnen, also verstaute ich meine Jacke in meinem Rucksack und wartete. Vor nicht all zu langer Zeit war das "Musik & Frieden" als "Komet-" und "Magnetclub" bekannt, falls einigen der Name nichts sagt. Nun aber zu den Bands.

Electric Guest wurden von Pale Grey unterstützt, einer Band aus Belgien, die seit ca. 2008 besteht. Ihre Musik hat die typische Indie-Pop-Art und die Bandmitglieder scheinen sehr nett zu sein.  Um 20:30 fingen sie an zu spielen, wobei am Anfang noch dieser halbkreisförmige Abstand zwischen der Bühne und den Konzertbesuchern war, wie es manchmal bei kleinen Bühnen ist. Doch nachdem einer der Musiker die Leute näher heran gewunken hat, hatte alles wieder seine Ordnung.

Ich muss gestehen, dass ich zuerst noch nicht wirklich überzeugt war von der Band, was sich im Verlauf des Konzerts jedoch besserte. Die Musik selbst war nämlich etwas zu laut und chaotisch, doch nach einiger Zeit spielte sich die Band ein und klang angenehm. Das dauerte alles etwa dreißig Minuten. Es ist erstaunlich, dass sie bereits zwei Alben haben, aber noch nicht so bekannt sind. Vor einer Woche kam das Video zu "Billy" raus, keine Sorge, es handelt sich dabei nicht um Regelwerbung von IKEA. Ansonsten kann ich euch auch "Seaside" empfehlen. Das hier ist "Billy":



Auf eine nicht sehr langen Umbauphase folgten Electric Guest. Nach fünf Jahren gab es endlich ein neues Album und zum ersten Mal sah ich die Band live. Die Freude war groß, als Asa Taccone, der Sänger, energiegeladen auf die Bühne sprang. Auch wenn er nicht sehr groß ist hatte er eine große Bühnenpräsenz und konnte gut Stimmung machen. Er tanzte ausgelassen, bezog das Publikum mit ein und poste für die Leute, die in der ersten Reihe filmten.

Vor "This Head I Hold" sagte er, dass die Leute, die was zu Rauchen dabei hätten, nicht zögern sollten, es zu teilen. Daraufhin hielt jemand was hoch, was er nach einer Weile bemerkte, annahm und weitergab an einen aus der Band. Seine Begründung war, dass er bei Auftritten nicht kiffen würde, da das schnell schiefgehen könne. Da hat er also den richtigen Ton getroffen an diesem Abend.

Die Stimmung war recht ausgelassen und die Mischung der Lieder war einigermaßen ausgeglichen - Neues und Altes. "Oh Devil" war eines der Highlights vom neuen Album "Plural". Live klingt es noch besser und es wurde ordentlich getanzt. Natürlich gab es auch eine Zugabe, doch eine große Überraschung war, dass "American Daydream" nicht gespielt wurde. Hier die Album-Version von "Oh Devil":


Fazit:
Insgesamt war es ein schönes Konzert, man konnte gut tanzen (oder schlecht, wenn man nicht tanzen kann) und beide Bands kamen sehr sympathisch rüber. Allerdings ist es nicht für Leute geeignet, die nur ein Lied der Band feiern. Aber das ist ja meistens so.

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